Mit dem Vortrag setzt die Landesbibliothek die Veranstaltungsreihe „Zur Wirklichkeit der Sprache“ fort.Hat Penicillin etwas mit Penis zu tun? Ist es peinlich, das nicht zu wissen? Besser nicht, denn sonst wäre eine Strafe fällig: „peinlich" leitet sich vom lateinischen „poena" für „Strafe" ab. Das Lateinische „facere" für „machen" hingegen steckt im heutigen „Affekt", „Konfekt", „Defekt" und „Infekt".Dass die deutsche Sprache zahlreiche überraschende „lateinische" Wortgeschichte bereithält, zeigt Karl-Wilhelm Weeber in seinem Vortrag zum Thema „Romdeutsch – Warum wir alle lateinisch sprechen" auf. Auf unterhaltsame Weise wird Weeber einige sprachliche Aha-Erlebnisse vermitteln und deutlich machen, wie intensiv die Sprache der alten Römer noch im heutigen Deutsch weiterlebt.Karl-Wilhelm Weeber leitet das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium Wuppertal und ist Professor für Alte Geschichte an der Universität Wuppertal und Lehrbeauftragter für Fachdidaktik des Lateinischen an den Universitäten Bochum und Wuppertal. Sein Vortrag steht am Montag, 23. August mit Beginn um 20 Uhr in der Landesbibliothek „Dr. Friedrich Teßmann" (Armando-Diaz-Straße 8, Bozen) auf dem Programm.