Mittwoch, 30. September 2020

SJR: „Schutzmaßnahmen an Schulen müssen jetzt geprüft werden“

Das neue Schuljahr ist einen Monat alt und die ersten Schulkassen sind bereits in Quarantäne. Die notwendigen Auflagen und Sicherheitsmaßnahmen müssen nun revisioniert werden, betont der Südtiroler Jugendring (SJR) in einer Aussendung.

Auch in Südtirol gibt es schon die ersten Corona-Fälle in Schulen und Kindergärten.
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Auch in Südtirol gibt es schon die ersten Corona-Fälle in Schulen und Kindergärten. - Foto: © shutterstock
In dieser besonderen Situation seien Neuerungen, Sicherheitsmaßnahmen und Auflagen unumgänglich, so der SJR.

Zugleich schränken diese jedoch die Bewegungsfreiheit der Schülerinnen und Schüler an manchen Schulen unnötig stark ein: „Wir plädieren dafür, dass die an den Schulen autonom umgesetzten Sicherheitsmaßnahmen unter Einbindung der Schülerinnen und Schüler nach der ersten Eingangsphase nun einer Revision unterzogen werden“, erklärt SJR-Vorsitzende Tanja Rainer.

„Gerade die Sicht der Schülerinnen und Schüler kann dazu beitragen, dass im gemeinsamen Austausch Lösungen gefunden werden, die zu Verbesserungen im Schultag führen und die von der gesamten Schulgemeinschaft mitgetragen werden“, ist Tanja Rainer, die Vorsitzende des SJR, überzeugt.



Gerade in Covid-Zeiten seien die Mitbestimmungsgremien an den Schulen mehr denn je gefordert und von den Schulführungskräften als wertvolle Ressource anzusehen.

Besonders die Tatsache, dass in unterschiedlichen Lebensbereichen der Jugendlichen unterschiedlich restriktive Auflagen gelten, die sich teilweise sehr starken unterscheiden, sei für deren generelle Einhaltung wenig förderlich.

„Wir werden mit Fragen konfrontiert wie es denn möglich sei, dass der Betrieb in Restaurants und Bars ohne große Auflagen stattfinden kann; weshalb Kontaktsportarten wie Fußball wieder möglich sind; die öffentlichen Transportmittel und Schülertransporte teilweise überfüllt sind wie vor der Pandemie und auf der anderen Seite an den Schulen gleichzeitig Maßnahmen gelten, die mit dem ursprünglichen Schulalltag nur noch wenig bis kaum etwas zu tun haben“, schließt Rainer.

stol