Mittwoch, 27. Juli 2016

Sommercamps für Schüler: Sich besser verstehen

In der vergangenen Woche hatten an die 200 deutsch- und italienischsprachige Schüler die Möglichkeit die jeweils andere Landessprache zu vertiefen - und sich kennenzulernen.

Die Schüler des Sprachcamps beim Erlebnisunterricht in Langtaufers.
Die Schüler des Sprachcamps beim Erlebnisunterricht in Langtaufers.

Im Pustertaler Toblach und im Vinschgauer Langtaufers konnten im Juni und Juli Kinder und Jugendliche ihre Kompetenzen in der Zweitsprache stärken: Darum ging es bei den Sprachencamps, die das Deutsche und das Italienische Bildungsressort jeden Sommer organisieren. 

Sich aufs Wesentliche konzentrieren

"Für unseren Sohn Alessandro war es eine beeindruckende Erfahrung, einen längeren Zeitraum in einem bäuerlichen Umfeld ohne technische Hilfsmittel zu verbringen – was nicht immer leicht war. Wir bedanken uns vor allem für die gute Organisation", so ein Elternehepaar aus Brixen.

Schulamtsleiter Peter Höllrigl machte sich vor Ort ein Bild: "Beim Erlernen der Sprache geht es hier für die Schüler vor allem darum, auch in die Lebenswelt dieser Sprache eingebunden zu sein. Diese Unmittelbarkeit, das Sich-Kennenlernen und Sich-Austauschen – diese Möglichkeit bieten die Sprachencamps."

Gemeinsam wandern, gemeinsam kommunizieren

Ihre Sprachenkenntnisse in Deutsch und Italienisch erweiterten in den Sprachencamps Schüler der vierten Klasse Grundschule und der ersten Klasse Mittelschule – unter anderem durch Erlebnispädagogik und Expertenunterricht.

Die Gruppen waren aus je 24 Kindern pro Sprache zusammengesetzt – insgesamt 48 Schüler je Camp. Die Kinder konnten ihren Wortschatz erweitern, ihre Umgangssprache verfeinern und ausbauen.

Sie wanderten gemeinsam, besuchten Sehenswürdigkeiten, lernten das bäuerliche Handwerk kennen und vieles mehr. Schüler Jens zum Beispiel freute sich – neben dem Wissenserwerb – über viele neue Freundschaften.

stol/lpa

stol