Mittwoch, 17. Mai 2017

Südtirol will das große „ß“

Wenn über Beistriche, Groß- und Kleinschreibung oder „ß“- und „ss“-Schreibweise entschieden wird, dann redet auch Südtirol ein Wörtchen mit. Und weil die Landesregierung am Dienstag ihr O.K. gegeben hat, wird man in Blockschrift bald schon „STRAßE“ – anstelle von bisher „STRASSE“ – schreiben dürfen.

Wenn es nach Südtirol geht, soll das scharfe "s" bald auch als Großbuchstabe gelten.
Wenn es nach Südtirol geht, soll das scharfe "s" bald auch als Großbuchstabe gelten. - Foto: © shutterstock

Ob Straße, Maße oder der Nachname Großgasteiger – diesen Namen ist etwas gemein: Das scharfe „s“ – oder im deutschen Sprachraum auch „Eszett“ genannt – gibt es als Großbuchstaben in der amtlichen Rechtschreibregelung nicht. Deshalb wird das „ß“ im Personalausweis zum „SS“: STRASSE oder eben GROSSGASTEIGER.

Das wird sich nun ändern: Denn der Rat für Rechtschreibung hat die Einführung des Großbuchstabens „ß“ vorgeschlagen – und als Mitglied dieses Rates hatte die Landesregierung am Dienstag darüber zu befinden.

„Wir sind der Meinung, dass die Änderung sinnvoll ist und dass es wichtig ist, in Südtirol dieselben Regeln für die deutsche Rechtschreibung anzuwenden, wie sie im restlichen deutschsprachigen Raum gelten“, erklärt Bildungslandesrat Philipp Achammer, der den Beschluss der Landesregierung vorgelegt hat.

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Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol