Sonntag, 05. September 2021

Südtirols Magna Charta

1946 ist das Jahr der Entscheidungen für Südtirol: Statt einer Rückkehr nach Österreich kommt es zur Autonomie. In 8 Teilen wird hier der Weg bis zum „Pariser Vertrag“ am 5. September 1946 beschrieben. Heute Teil VIII (Ende) + Von Rolf Steininger

Die Außenminister der 4 Sieger, die das Schicksal Südtirols bestimmten: oben von links James Byrnes (USA); Ernest Bevin (Großbritannien); unten vom  links W. Molotow (Sowjetunion); Georges Bidault (Frankreich).
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Die Außenminister der 4 Sieger, die das Schicksal Südtirols bestimmten: oben von links James Byrnes (USA); Ernest Bevin (Großbritannien); unten vom links W. Molotow (Sowjetunion); Georges Bidault (Frankreich). - Foto: © Rolf Steininger

Im Sommer 1946 stand Gruber mit leeren Händen da und musste sich auf die Autonomie zurückziehen, die „letzte Reserve“, wie es Figl am 5. September im Ministerrat formulierte. Nur war jetzt, als an der Brennergrenze definitiv nicht mehr zu rütteln war und die Italiener endgültig die „glücklichen Besitzer“ – die beati possidentes waren, wie der Brite Orme Sargent das ausgedrückt hatte, die Ausgangsposition für Verhandlungen mit Italien denkbar schlechter als zu jedem Zeitpunkt vorher.

eva