Mittwoch, 05. Oktober 2016

Tagung: "Die Reformation. Eine 500-jährige Geschichte"

Vor 499 Jahren ging ein Riss durch die christliche Welt. Martin Luthers 95 Thesen waren eine Fundamentalkritik am damaligen Papsttum. Luther, Mönch und Theologe, wollte die Kirche in ihrem Inneren reformieren und löste, gegen seinen Willen, damit einen innerkirchlichen Flächenbrand aus, es kam zur Kirchenspaltung. 2017 wird den Geschehnissen vor 500 Jahren gedacht, an der Uni Bozen beginnt das Martin-Luhter-Jahr bereits nächste Woche.

Martin Luthers Thesen waren ein Auslöser für die christliche Kirchenspaltung.
Martin Luthers Thesen waren ein Auslöser für die christliche Kirchenspaltung.

Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 veranstaltet das Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte der Freie Universität Bozen eine interdisziplinär und international besetzte Vortragsreihe zur Geschichte von Reformation und Gegenreformation und ihrer Rezeption im 19. und 20. Jahrhundert.

Ein Thema: Luthers Einfluss auf Alttirol

Nach eröffnenden Vorträgen über den Reformator Martin Luther und die Reformation als gesamteuropäisches Ereignis werden in einer ersten Sektion verschiedene Räume der reformatorischen Bewegung (Alttirol, Oberitalien, Siebenbürgen, Slowenien, Ungarn) – und in ihnen die Diversität der Bewegung selbst – in den Blick genommen. Eine zweite Gruppe von Vorträgen wird die Formierung von Konfessionskulturen vorstellen, wie sie sich nach der Reformation und dem Konzil von Trient herausgebildet haben.

In einem dritten Schritt werden die langfristigen Wirkungen und Transformationen der Reformation in den modernen Gesellschaften bis heute thematisiert.

Auftakt am 14. Oktober

Der Auftaktvortrag von Rudolf Leeb, Professor für Kirchgeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, findet am 14. Oktober 2016 um 17.30 Uhr an der Freien Universität Bozen statt.

Der Experte für die Geschichte der Reformation und Gegenreformation in Österreich wird zum Thema „Reformation als Umbruch“ sprechen.

stol

stol