Ursula Hirschfeld, Professorin am Seminar für Sprechwissenschaft und Phonetik an der Universität Halle-Wittenberg beschäftigt sich beruflich mit dem Thema Aussprache. Gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern hat sie das „Deutsche Aussprachewörterbuch“ erarbeitet, das 2009 erschienen ist.„Einem Aussprachewörterbuch“, so Hirschfeld, „liegt die Auffassung zugrunde, dass es Situationen gibt, in denen eine nicht lokal gefärbte Standardaussprache gefordert ist, etwa im Fernsehen, im Theater, im Rundfunk, bei Moderationen. Einem Sprecher sollte man dabei nicht anhören, ob er aus Bayern oder aus Sachsen kommt“.„Neben einer richtigen Aussprache gibt es aber auch noch die Frage nach einer guten Aussprache. Diese ist immer von vielen Faktoren abhängig“, meint Hirschfeld, „zum Beispiel von der Situation“.Welche Maßstäbe es für eine gute und richtige Aussprache gibt, wird Hirschfeld bei ihrem Vortrag am Freitag, 15. April um 20 Uhr in der Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann in Bozen erläutern. Der Eintritt ist frei.