Montag, 11. November 2019

Uni Innsbruck will DDR-Gedenkfeier nicht im Haus haben

Nachdem eine DDR-Gedenkfeier in den Räumlichkeiten eines Innsbrucker Vereins vergangene Woche abgesagt worden war, hat nun auch die Universität Innsbruck die Feier bei sich im Haus untersagt.

Die Uni Innsbruck g
Die Uni Innsbruck g - Foto: © dpa Themendienst / Tirol Werbung

Die Organisatoren hatten angekündigt, die Veranstaltung am Mittwoch im Geiwi-Turm abhalten zu wollen. In Linz wird am Montag der 70. Jahrestag der DDR-Gründung im Volkshaus Pichling gefeiert.
Die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck gebe Veranstaltungen politischer Parteien „prinzipiell“ keinen Raum, begründete ein Sprecher der Universität gegenüber der APA das Verbot.

Nachdem neben der „Kommunistischen Jugend“ und dem „Kommunistischer Studentenverband Innsbruck“ auch die „Partei der Arbeit“ als Organisator auftrete, wurde die Gedenkfeier untersagt. Zudem sehe sich die Universität zwar schon als „Ort der Auseinandersetzung“. Diese könne aber nicht in Form eines Referates einer „umstrittenen Person“ stattfinden. Bei ebendieser handelt es sich um Hans Bauer, stellvertretender DDR-Generalstaatsanwalt und Mitarbeiter der Staatssicherheit (Stasi).

„Ein Schlag ins Gesicht für alle Opfer“

Die Tiroler FPÖ hatte zuvor gegenüber der APA gefordert, die Veranstaltung an der Uni abzusagen. Für Fabian Walch, Landesobmann des Ring Freiheitliches Studenten (RFS) wäre die Veranstaltung „gerade im 350. Jubiläumsjahr der Universität ein Schlag ins Gesicht für alle Opfer der DDR-Diktatur“. Ursprünglich hätte die Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Vereins „Integrationsbüro Innsbruck“ stattfinden sollen. Der Verein wird sowohl vom Land Tirol als auch von der Stadt Innsbruck gefördert.

Die gleiche Veranstaltung sollte auch am Montag im Linzer Kandlheim stattfinden, der ÖGB untersagte jedoch den geplanten Auftritt Bauers. Die Feier anlässlich des 70. Jahrestags der DDR-Gründung geht nun am Montag im städtischen Volkshaus Pichling über die Bühne.

apa