Freitag, 22. Januar 2016

Voll.schwul - voll.brutal - voll.anders - und doch kein Opfer!

"In unserer Gesellschaft ist Diskriminierung alltäglich. Manchmal merken wir es nicht, dass andere erniedrigt, ausgeschlossen und gedemütigt werden", sagt Mirjam Plank. Pusterer Jugendliche haben sich mit dem Thema Diskriminierung auseinandergesetzt. Auftakt der Aktion war am Freitag mit „voll.schwul“. Die Botschaft von und für Betroffene: „Ich bin kein Opfer!“

Pustertaler Jugendliche haben sich im  Zuge eines Projektes des Jugenddienstes Bruneck mit dem Thema Diskriminierung auseinandergesetzt.
Pustertaler Jugendliche haben sich im Zuge eines Projektes des Jugenddienstes Bruneck mit dem Thema Diskriminierung auseinandergesetzt.

„Ich bin kein Opfer. Meine Entscheidung, die Opferrolle zu verlassen, veränderte mein Leben“, so die Aussage einer Jugendlichen. 
Für die Projektgruppe war es wichtig, die Betroffenen nicht als Opfer darzustellen, sondern als starke Persönlichkeiten, welche zu ihrer Geschichte und Individualität stehen. Es wird keine Bejahung ihres Andersseins erwartet, sondern Respekt, Akzeptanz und Verständnis. 

Lanciert hat das Projekt der Jugenddienst Bruneck. Dazu wurden im Rahmen eines Erasmus+ Programmes im Austausch mit dem Verein komm!unity aus Wörgl die Lebensschicksale betroffener Jugendlicher aufgegriffen und auf eine ganz eigene Art und Weise erzählt.

"voll.schwul": Auftakt in der Stadtbibliothek Bruneck

Zum einen wurde ein Fotoprojekt initiiert. „voll.schwul“ oder „voll.brutal“ sind nur zwei der Themen, welche in Bildern und Texten künstlerisch aufgearbeitet wurden. Aus den im Fotoprojekt entstandenen Fotografien wurden Bigprints angefertigt, welche im Laufe des Jahres in der Stadtbibliothek Bruneck gezeigt werden. 

Die Aktion begann am Freitag „voll.schwul“.

„voll.schwul“ oder „voll.brutal“ sind nur zwei der Themen, welche in Bildern und Texten künstlerisch aufgearbeitet wurden

„Ich hoffe, dass wir mit der Initiative Menschen auf das Thema Diskriminierung und seine Facetten aufmerksam machen können und dass es positive Auswirkungen auf ihr Handeln hat“, erklärt Lea Rigo ihre Teilnahme am Projekt. Diese ermöglichte ihr, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen "und es hat mir in manchen Ansichten die Augen geöffnet".

Nicht nur schwarz oder weiß

Zum anderen wurde ein Tanzvideo gedreht. Dieses soll den Weg vom Gegeneinander zum Miteinander aufzeigen.
„In unserer Gesellschaft gibt es oft zwei oder mehrere Gruppen. Diese Gruppen stellen wir im Video mit den Farben Schwarz und Weiß dar, denn Viele denken oft nur in schwarz und weiß und vergessen dabei die verschiedenen Farben dazwischen. Wir wollten zeigen, dass wenn aus einem Gegeneinander ein Miteinander wird, viele schöne Dinge entstehen können“, erklärt Mirjam Plank, welche gemeinsam mit Julia Taschler die Choreografie erarbeitet hat. 

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Die Jugendlichen rund um den Jugenddienst Bruneck wollen mit dem Projekt ein Zeichen setzen, ein Zeichen für die Individualität und gegen die Diskriminierung. 

stol/ker

stol