Montag, 21. September 2020

Wettbewerb „Junge Forscher gesucht!“: Auch Südtirol mischt mit

Wegen der Pandemie hatte das Finale verschoben werden müssen, doch Freitag vergangener Woche war es soweit: Im MUSE in Trient prämierte die Jury die besten Forschungsprojekte des überregionalen Wettbewerbs, an dem Schüler und Schülerinnen aus Südtirol, dem Trentino, Tirol und Graubünden teilnehmen.

Der „Droide“ der Schüler des Rainerums, erhielt  den dritten Preis in der Kategorie Produktentwicklung.
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Der „Droide“ der Schüler des Rainerums, erhielt den dritten Preis in der Kategorie Produktentwicklung. - Foto: © Eurac research
In der Kategorie „Grundlagenforschung“ erhielt Leonhard Kohl-Lörting aus Tirol den ersten Preis mit einer Computersimulation zyklischer chemischer Reaktionen. In der Kategorie „Produktentwicklung“ gewann Noa Sendlhofer aus Graubünden, der einen sechsachsigen Low Cost Roboterarm entwickelt hatte.

Platz 3 für das Rainerum

In dieser Kategorie erzielte die Flugmaschine „Droid“ der Schüler des wissenschaftlichen Gymnasiums Rainerum Platz 3 – das einzige prämierte Projekt aus Südtirol.

Die Sieger erhielten jeweils einen Geldpreis von 3000 Euro, gestiftet von der Stiftung Südtiroler Sparkasse. Die Geldpreise für die anderen Projekte finanzierten die den Wettbewerb organisierenden Institutionen: Eurac Research, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Autonome Provinz Trient und Schweizerische Alpine Mittelschule Davos.

„Das Finale musste im April verschoben werden, und wir sind glücklich, dass es jetzt trotz der Einschränkungen auf Grund der Corona-Pandemie live stattfinden konnte. Leider waren einige der Jugendlichen wegen Arbeit oder Studium verhindert, aber diejenigen, die dabei sein konnten, zeigten wie immer großen Enthusiasmus und waren beeindruckend gut vorbereitet“, erklärt Karin Amor von Eurac Research, Koordinatorin des Wettbewerbs.

Flugmaschine schaffte es ins Finale

Insgesamt waren 5 Südtiroler Projekte eingereicht worden; 2 davon wählte die regionale Jury für das Finale aus, darunter den „Droiden“ der Schüler des Rainerums, der den dritten Preis in der Kategorie Produktentwicklung“ erhielt.

Die Flugmaschine, ein Hybrid aus Drohne und Modellflugzeug, wurde von Schülern verschiedener Klassen so programmiert, dass sie wendig und schnell durch die engen Südtiroler Täler fliegen kann. Dank eines Autopiloten, der künstliche Intelligenz einsetzt, überwindet die Flugmaschine Hindernisse, und ihre modularen Sensoren liefern Aufnahmen, die den Landwirten helfen, Schädlingsbefall zu erkennen.

Der Wettbewerb „Junge Forscher gesucht!“ fand in diesem Jahr zum 8. Mal statt; er richtet sich an 16- bis 20-Jährige aus dem Kanton Graubünden, Tirol, Südtirol und Trentino.

stol

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