Donnerstag, 28. Mai 2015

Wie soll die Kultur künftig gefördert werden?

Gleichbleibende Mittel, aber nicht weniger Antragsteller. Wie soll man damit umgehen und wer bekommt Geld? Dieser Frage gehen die Kulturlandesräte Philipp Achammer und Christian Tommasini nach. Denn die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, das Kulturgesetz aus dem Jahr 1958 zu überarbeiten, um es den veränderten Rahmenbedingungen für die Kulturarbeit und neuen Kulturräumen anzupassen.

Den Entwurf für ein neues Landeskulturgesetz haben die Kulturlandesräte Achammer und Tommasini vorgestellt. Foto: LPA/mb
Den Entwurf für ein neues Landeskulturgesetz haben die Kulturlandesräte Achammer und Tommasini vorgestellt. Foto: LPA/mb

"Mit der neuen Gesetzesregelung möchten wir zum einen das Spektrum der Förderinstrumente erweitern. Auch wollen wir die Möglichkeit mehrjähriger Förderungen einführen, die Planungssicherheit geben sollen. Wir möchten zudem den Kreis der Fördernehmenden ausbauen, um ausgewählte Bereiche der Kreativwirtschaft als Kulturakteure anzuerkennen", so Landesrat Achammer zu den Inhalten des Gesetzentwurfs nach der Genehmigung durch die Landesregierung am Donnerstag.

Eine gezielte und nachhaltige Förderung sei angesichts gleichbleibender Geldmittel notwendig. 

Neu: Verlags-, Film- und Medienförderung 

Als Neuerungen hob der Landesrat die vorgesehene Möglichkeit der direkten Verlagsförderung sowie die Film- und Medienförderung hervor.

"Es handelt sich dabei nicht um die Filmförderung zur Wertschöpfung, wie sie BLS betreibt, sondern um die Förderung von Film- und Medienproduktionen von kulturellem und dokumentarischem Wert", so Landesrat Achammer.

Kulturbeiräte "müssen" zusammenarbeiten

Der Landesrat verwies auf die geplante Neuregelung der Kulturbeiräte: Neben dem deutschen, italienischen und ladinischen Kulturbeirat soll künftig ein Landeskulturbeirat, der sich aus den drei Beiräten zusammensetzt, vor allem kulturpolitische Fragestellungen bearbeiten.

Neu und einheitlich ausgerichtet werden soll die Künstlerförderung. Dabei werde man auch auf indirekte Förderungen und Unterstützungen ins Auge fassen, so Landesrat Achammer.  

Nach der ersten Zustimmung durch die Landesregierung wird die Gesetzesnovelle nun an den Landtag zur weiteren Behandlung übermittelt. 

Hier können Anregungen zur Neuformulierung der Förderkriterien deponiert werden.

stol

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