Donnerstag, 24. September 2020

Botticelli-Werk könnte bei Auktion 80 Millionen Dollar bringen

Ein Gemälde des italienischen Malers Sandro Botticelli (1445-1510) könnte bei einer Auktion in New York mehr als 80 Millionen Dollar (etwa 70 Millionen Euro) einbringen.

Im Auktionshaus Sotheby's in New York soll das Gemälde im Jänner versteigert werden.
Im Auktionshaus Sotheby's in New York soll das Gemälde im Jänner versteigert werden. - Foto: © shutterstock
Das Porträt „Young Man Holding a Roundel“ (auf Deutsch etwa: Junger Mann, der ein rundes Abzeichen hält) solle im Jänner versteigert werden, teilte das Auktionshaus Sotheby's am Donnerstag mit.

Auktionsexperten sehen sogar die Möglichkeit, dass das Werk die Grenze von 100 Millionen Dollar sprengen könnte. Das hatte zuletzt das Gemälde „Meules“ (auf Deutsch etwa: Heuschober) des französischen Impressionisten Claude Monet (1840-1926) geschafft, das die Stiftung des deutschen SAP-Mitgründers Hasso Plattner im Mai 2019 bei Sotheby's in New York für 110,7 Millionen Dollar ersteigert hatte.

„Young Man Holding a Roundel“ ist eines von nur rund einem Dutzend noch existierenden von Botticelli angefertigten Porträts und nach Angaben des Auktionshauses „eines der bedeutendsten Renaissance-Gemälde im Privatbesitz“. Wen das wohl in den 1470er oder 1480er Jahren angefertigte Porträt zeigt, ist unklar.

Das Bild wurde wohl im 18. Jahrhundert von einem britischen Adligen in Italien erworben und ging dann in den 1930er-Jahren an einen Privatsammler über, dessen Erben es 1982 versteigern ließen. Damals erwarb es der jetzige Besitzer, dessen Identität das Auktionshaus zunächst nicht verriet, für umgerechnet etwa 880.000 Euro. In den vergangenen 50 Jahren war es immer wieder an Museen in London, New York und Washington ausgeliehen.

apa/dpa