Mittwoch, 21. Februar 2018

Cern-Physiker zu Gast beim BBT

Ein außergewöhnlicher Gast war neulich zu Gast beim Brenner Basistunnel in Franzensfeste und ermöglichte einen Einblick in ein Thema voller Rätsel: die Geburt und das Schicksal unseres Universums. Die Rede ist vom Professor Guido Tonelli, Physiker an der Universität Pisa und weltweit renommierter Forscher auf dem Gebiet der Astrophysik.

Der weltweit anerkannte Astrophysiker Guido Tonelli war am Dienstag zu Gast beim Brennerbasistunnel in Franzensfeste.
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Der weltweit anerkannte Astrophysiker Guido Tonelli war am Dienstag zu Gast beim Brennerbasistunnel in Franzensfeste.

Im Zuge eines zweistündigen Vortrags erläuterte Tonelli die Inhalte seiner Forschungsarbeit und deren Bedeutung für das Verständnis der Entwicklung unseres Universums. Im Jahr 2011 hatte Tonelli, in seiner Rolle als Sprecher des Forschungsteams CMS am Cern in Genf, die Entdeckung des sogenannten „Higgs-Bosons“ verkündet.

Vortrag vor Mitarbeitern und Gästen

Dieses Teilchen, welches mit Hilfe des mächtigen Teilchenbeschleunigers LHC (Large Hadron Collider) entdeckt wurde, steht am Beginn der Geschichte unseres Universums. Es könnte eine wichtige Rolle in der Erklärung zahlreicher rätselhafter Phänomene von der Geburt bis zum Tod unseres Universums spielen.

Der Vortrag fand im Rahmen einer Fortbildung für die Mitarbeiter der BBT SE statt, der Projektgesellschaft mit Sitz in Bozen für den Bau des Brenner Basistunnels. Dem Vortrag des Professor Tonelli wohnten auch zahlreiche weitere geladene Gäste bei.

Kenntnisse in vielen Bereichen weiterentwickeln

Die BBT SE ist überzeugt, dass die Errichtung großer Infrastrukturprojekte, wie des Brenner Basistunnels, zum Anlass genommen werden sollte, um Studien und Forschungstätigkeiten zu technischen, betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und administrativen Aspekten durchzuführen, um die Kenntnisse sowohl im Bereich Infrastrukturbauwesen als auch auf anderen Feldern der Wissenschaft weiterzuentwickeln.

BBT SE arbeitet mit Universitäten zusammen

Genau in diesem Sinne fördert BBT SE die Zusammenarbeit mit Universitätsinstituten aus den unterschiedlichsten Ländern und beherbergt jedes Jahr zahlreiche Studenten und Universitätsabsolventen für ein Praktikum in der Projektgesellschaft, mit einer Dauer zwischen 4 Wochen und 6 Monaten.

Mehr als 30 Diplom- bzw. postgraduale Masterarbeiten und 4 Doktorarbeiten wurden von Studenten unterschiedlicher Nationalitäten zu Themenbereichen rund um den Brenner Basistunnel verfasst. Weiters haben allein 2017 insgesamt 30 Schüler der Oberstufe Praktika in der Gesellschaft absolviert.

Auch die interne Fortbildung spielt eine wichtige Rolle. Der „Infotag“ fand bereits zum sechsten Mal statt.

stol

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