Dienstag, 27. März 2018

Denkmalschutz für Villa Walde in Bruneck

Der Nordtiroler Maler und Architekt Alfons Walde hat in Südtirol ein einzigartiges Bauwerk geschaffen: Die Villa Walde in Bruneck wird nun unter Denkmalschutz gestellt.

Die Villa Walde in Bruneck steht schon bald unter Denkmalschutz. - Foto: lpa
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Die Villa Walde in Bruneck steht schon bald unter Denkmalschutz. - Foto: lpa

Die Landesregierung hat am Dienstag auf Antrag von Denkmalpflege-Landesrat Florian Mussner beschlossen, die Villa Walde in Außerragen in der Gemeinde Bruneckunter Denkmalschutz zu stellen. Der Ressortdirektor für die Denkmalpflege, Valentino Pagani, wird nun im Grundbuchsamt in Bruneck den Antrag auf Eintragung des direkten Denkmalschutzes einbringen.

Bei der Villa Walde handelt es sich um ein Wohngebäude mit parkähnlichem Garten, das der Nordtiroler Maler und Architekt Alfons Walde (1891-1958) im Jahr 1950 für seinen Neffen Josef Walde erbaut hat. Das zweigeschossige Haus verfügt über ein bewohnbares Dachgeschoss, ein Kellergeschoss mit halbkreisförmigen Fenstern, ein Hochparterre mit original erhaltenem Riffelputz in weißer Farbe und ein Obergeschoss mit horizontaler Bretterverkleidung.

Die zweiflügeligen Kastenfenster sind mit Sprossen unterteilt und mit Jalousien ausgestattet. Die Balkone mit geschnitzten Holzstehern und auskragenden Balkenköpfen im Giebelbereich sind Ausdruck des Heimatstils beziehungsweise der Formensprache der Tiroler Moderne, ebenso wie der Erker mit abgerundeter Unterseite. Die Innenräume sind weitgehend original erhalten einschließlich der Innentüren, der Terrazzo-Böden und der einfachen Kachelöfen. Dasselbe gilt für das Stiegenhaus mit Terrazzo-Stufen und Eisengeländer. Im Jahr 1995 wurde das Gebäude nach Osten erweitert ohne dabei den historischen Charakter des Altbestandes zu beeinträchtigen.

Walde verband in seinen Werken Elemente des Heimatstiles und der Tiroler Moderne: In Südtirol stellt die Villa Walde eines der letzten Beispiele dieser Stilrichtung dar.

stol

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