Die Mauer, welche den Fußgängerdurchgang vom Dorfzentrum zum Lanser-Parkplatz flankiert, wurde zu einer großflächigen Leinwand umgestaltet, die sich dem Thema digitale Medien und deren Wirkung auf die Gesellschaft widmet.<BR /><BR />Die Wandbilder zeigen wie Handys, Plattformen und soziale Netzwerke das Alltagsleben prägen. „Die Mauer ist wie ein Spiegel: Sie zeigt, wie sehr wir von der digitalen Welt umgeben sind – und wie sie unser Miteinander verändert,“ so der Graffitikünstler und Jugendarbeiter Philipp Klammsteiner.<BR /><BR />Gerade die junge Generation, die mit digitalen Medien aufwächst, sei anfällig für digitale Süchte, die sich in exzessivem Medienkonsum, ständiger Ablenkung oder dem Gefühl, „immer online sein zu müssen“, äußere, heißt es dazu in einer Zusendung des Jugend- und Kulturtreffs JUMP: „Studien warnen vor Vereinsamung, fehlender Konzentrationsfähigkeit, Cybermobbing und dem Verlust echter sozialer Bindungen. Doch auch Erwachsene sind von dieser Entwicklung betroffen“.<h3> „Real Connection without WiFi“</h3>Mit dem Motto „Real Connection without WiFi“ will die Jugendarbeit in Eppan ein starkes Signal setzen: Wirkliche Nähe entstehe im direkten Kontakt, nicht im endlosen Scrollen, heißt es dazu.<BR /><BR /> „Die Mauer soll nicht anklagen, sondern zum Nachdenken anregen“, so Jacopo di Vieste, der Projektleiter der mobilen Jugendarbeit JUMPER: „Wir wünschen uns, dass die Eppaner Bürgerinnen und Bürger beim Vorübergehen innehalten – und sich fragen: Wann habe ich zuletzt ein echtes Gespräch geführt, ohne Blick aufs Handy?“<BR /><BR />Mit diesem Projekt möchte der Jugend- und Kulturtreff JUMP einmal mehr zeigen: Prävention ist mehr als Aufklärung – sie lebt von sichtbaren Zeichen im öffentlichen Raum, die junge wie ältere Menschen gleichermaßen berühren.