Auf Partons Wunsch werde eine kleine Trauerfeier im engsten Familienkreis stattfinden, hieß es. Fans seien aber etwa dazu eingeladen, ihr in den sozialen Medien zu gedenken. US-Präsident Donald Trump ordnete landesweite Trauerbeflaggung für eine Woche zu Ehren der Musikerin an. Ihren Tod nannte er einen „wahren Verlust für Millionen von Menschen“ in einem Beitrag auf der Plattform Truth Social.<BR /><BR />US-Schauspielerin Jane Fonda reagierte mit großer Bestürzung auf den Tod der Country-Legende. Sie sei „am Boden zerstört“, erklärte Fonda, die 1980 mit Parton in der Komödie „Warum eigentlich ... bringen wir den Chef nicht um?“ mitgespielt hatte, am Dienstag auf Instagram. Die Oscar-Preisträgerin würdigte Parton als „verspieltes Südstaaten-Mädchen“ und schillernde Persönlichkeit - und hob neben ihren vielen künstlerischen Talenten auch ihr Leseförderprogramm für Kinder hervor. „Ich weiß, dass Millionen trauern, und ich möchte Folgendes sagen: Mehr als jede andere Person, die ich je gekannt habe, wird Dolly immer bei uns sein, weil sie so präsent, kraftvoll, großzügig und verspielt war, dass sie für immer in die Leben und Herzen von uns allen eingewoben ist“, schrieb Fonda.<BR /><BR />Erst im Mai hatte Parton eine für September geplante Konzertreihe in Las Vegas aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Die Auftritte in der Casino-Stadt im US-Staat Nevada sollten schon im vorigen Jahr stattfinden. Auch damals hatte die Sängerin („Jolene“, „Nine to Five“) die Show bereits wegen einer Erkrankung auf 2026 verschoben. Ihr Immun- und ihr Verdauungssystem seien in den letzten Jahren aus dem Gleichgewicht geraten und sie leide an Nierensteinen, teilte der Star damals mit.<BR /><BR />Geboren wurde Dolly Rebecca Parton am 19. Jänner 1946 im US-Staat Tennessee in einer kleinen Holzhütte. Die Eltern und ihre insgesamt zwölf Kinder lebten in Armut. In der Kirche und zu Hause wurde viel Musik gemacht und gesungen. Dabei zeigte sich schnell das Talent von Parton. Schon mit zehn Jahren trat sie in örtlichen Fernseh- und Radioshows auf. Als Teenager sang sie in der berühmten „Grand Ole Opry“-Show in Nashville. Nach dem Schulabschluss 1964 zog Parton ganz nach Nashville und begann ein Leben als Songwriterin und Musikerin.<BR /><BR />Ihre erste Single schaffte es 1967 nur auf Platz 24 der Country-Charts. Es folgten viele weitere Hits darunter unter anderem „I Will Always Love You“, das später auch Whitney Houston großen Erfolg einbrachte. Im Laufe ihrer über 60-jährigen Karriere veröffentlichte Parton fast 50 Studioalben und verkaufte mehr als 100 Millionen Platten. Sie stand häufiger an der Spitze der Charts als jede andere Countrymusikerin.