Dienstag, 05. März 2019

Ein „Himmel aus Steinen” im Wiener Stephansdom

Im Wiener Stephansdom schweben die Steine. Zu Beginn der Fastenzeit verwandelte der Künstler Peter Baldinger das Mittelschiff der Kirche in einen beeindruckenden „Sky of Stones” - einen „Himmel aus Steinen”. Exakt 1.332 Pappsteine schweben über den Köpfen der Besucher. Traditionell verhüllt ist auch der Altar des Domes. Dieses Mal mit einem Fastentuch aus Edelstahlplättchen.

Installation "Sky of Stones" bis Pfingstmontag zu sehen. - Foto: APA
Installation "Sky of Stones" bis Pfingstmontag zu sehen. - Foto: APA

„Wenn man hereinkommt, sieht man einen Himmel voller Steine”, beschrieb Dompfarrer Toni Faber die Installation am Dienstag bei der Präsentation. Zu sehen ist sie bis Pfingstmontag (10. Juni) - in 3 verschiedenen Lichtstimmungen, die mit der Liturgie einhergehen: violett in der Fastenzeit, Gold zu Ostern und rot in der Pfingstzeit. Angst vor einem herunterfallenden Objekt müssen die Besucher nicht haben, denn: Die Steine sind aus Papier und Karton gefertigt.

Steine symbolisch für den Patron des Domes und die Heilige Schrift 

Das Thema Steine wurde nicht zufällig gewählt, erklärte Faber. Dabei verwies er auf den Namenspatron des Domes, den heiligen Stephanus. Dieser wurde wegen seines Glaubens zu Tode gesteinigt und gilt als erster Märtyrer des Christentums. Auch in der Heilige Schrift, der Bibel, findet das Symbol des Steins immer wieder Erwähnung.

Wie jedes Jahr ist der Altar des Domes auch heuer wieder mit einem Fastentuch verhüllt. Dieses stammt ebenfalls von Baldinger. Es ist das zweite Mal nach 2013, dass er es kreieren durfte. Der „Echo Curtain” ist aus 612 spiegelnden Edelstahlplättchen gefertigt. Diese wurden einen Tag lang in Handarbeit am Tuch befestigt, erzählte der Künstler. Die Plättchen geben ein verzerrtes Spiegelbild des Kirchenraumes wider: „Auf diese Art und Weise lebt das Kunstwerk.”

apa

stol