Dienstag, 19. Mai 2020

Ein Studienjahr in New York für 4 Jahrgangsbeste

4 Studierende des Masters in Accounting und Finanzwirtschaft dürfen ihr 2. Studienjahr am Baruch College in New York absolvieren und erlangen somit einen italienisch-amerikanischen Doppelabschluss. Ermöglicht wird dies durch ein Abkommen der unibz mit der US-Universität.

Foto aus der Vorlesung Accounting und Finanzwirtschaft (Archivbild)
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Foto aus der Vorlesung Accounting und Finanzwirtschaft (Archivbild) - Foto: © unibz
Weiters konnte die Universität gleich 3 Stipendien für die amerikanischen Studiengebühren in der Höhe von je 18.000 Dollar einwerben. Zur Verfügung gestellt werden diese Stipendien von der Südtiroler Sparkasse, der Südtiroler Volksbank und dem Bureau Plattner – ein klares Zeichen gegen den Braindrain und für die Förderung junger Talente in Südtirol.

Der Master Accounting und Finanzwirtschaft stellt im dritten Jahr seines Bestehens eine konsolidierte Realität im Studienangebot der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften dar. Einen Teil des Erfolgs führt Studiengangsleiter Prof. Massimiliano Bonacchi neben der qualitativen Ausrichtung, auf die Möglichkeiten zurück, die den Jahrgangsbesten geboten werden: der Besuch des 2.Studienjahres am Baruch College in New York, wo ausgewählte Studierende den „Master of Science in Finance“ oder den „Master of Science in Accountancy“ absolvieren dürfen. Gekoppelt an die Studienerfahrung bietet sich die Möglichkeit, einen italienisch-amerikanischen Doppelabschluss zu erwerben. Dieser Abschluss öffnet die Tür noch einen Spalt mehr zu einer internationalen Karriere als Unternehmensleiter oder -berater, Finanzmanager, Wirtschaftsprüfer oder Revisor.


Südtiroler Banken zahlen Studiengebühren

Eine Möglichkeit, die sich auch Studierenden eröffnet, die nicht über die nötigen Mittel verfügen, die College-Studiengebühren in der Höhe von 18.000 Dollar zu bezahlen. Auch für das Studienjahr 2020/21 hat sich die unibz mit einigen Interessenvertretern des Studiengangs auf die Finanzierung von Stipendien geeinigt, die den Studierenden den Besuch von Lehrveranstaltungen an der amerikanischen Universität ermöglichen werden. Die Südtiroler Sparkasse, die Südtiroler Volksbank und das Bureau Plattner haben sich bereit erklärt, drei leistungsstarken Studierenden die amerikanischen Studiengebühren zu bezahlen: die diesjährigen Stipendiaten sind Maximilian Eisendle (Südtiroler Sparkasse), Chiara Vettori (Südtiroler Sparkasse) und Giorgia Zenatti (Bureau Plattner). Darüber hinaus gibt es einen vierten Studenten, der ohne Stipendium in die Vereinigten Staaten gehen wird: Andrea D'Antino.

„Für die Sparkasse stellt die Investition in junge Menschen einen Schlüsselfaktor dar: Als führende und in der Region verwurzelte Bank wollen wir eine attraktive Anlaufstelle für talentierte junge Menschen sein, die ihren Weg in eine dynamische und sich ständig weiterentwickelnde Realität einschlagen wollen„, hebt Nicola Calabrò, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der Sparkasse die Beweggründe hervor, die die Bank dazu bewogen haben, diese Hochschulausbildung zu unterstützen. „Genau dieses Credo findet sich auch bei einem der 3 Studierenden, die im vergangenen Jahr mit unserem Stipendium nach New York aufgebrochen sind: Patrick Lombardo wird in wenigen Tagen mit unseren Spezialisten ein gezieltes “Training on the job„-Programm beginnen, das es ihm ermöglicht, jene Aspekte des Bankensektors in der Praxis kennenzulernen, für die er während seines Studiums Interesse entwickelt hat. Er wird seine Kenntnisse vertiefen und dann entscheiden, in welcher unserer Abteilungen er seine erworbenen Fähigkeiten bestmöglich wird einbringen können. Wir hoffen, dass auch Maximilian Eisendle nach seiner Rückkehr aus den USA eine erfolgreiche Zukunft in unserer Bank haben wird.“


Internationale Ausbildung essenziell

„Wir haben das Masterprojekt der Universität und insbesondere das Austauschprogramm mit dem Baruch College von Anfang an mit Begeisterung unterstützt„, unterstreicht Peter Karl Plattner, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, Auditor und Partner des Bureau Plattner. „Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie wichtig eine internationale Ausbildung im heutigen Berufsleben ist, weswegen wir in diesem Programm eine große Chance für die Studierenden der Freien Universität Bozen sehen. Gleichzeitig hoffen wir, dass die von uns im Rahmen des Stipendiums und des anschließenden Praktikums geförderten Studierenden eine langfristige Zusammenarbeit mit unserem Unternehmen in Betracht ziehen und uns deshalb als qualifizierte Mitarbeiter erhalten bleiben.“

„Junge Südtiroler Talente, die Herausragendes leisten und zugleich an ihre berufliche Zukunft denken, verdienen es, gefördert zu werden“, sagt Alberto Naef, Generaldirektor der Volksbank. „Als tief verankerte Regionalbank unterstützen wir die Studentin Chiara Vettori gerne bei ihrem ehrgeizigen Studienprogramm. Die Volksbank ist seit jeher sehr daran interessiert, Studierende und junge Akademiker zu fördern und für die Bank zu gewinnen, wo sie in einem spannenden, innovativen und digitalen Umfeld erste berufliche Erfahrungen sammeln können. Die Volksbank hat bereits im vergangenen Jahr ein Stipendium für das New Yorker Baruch College für den Studenten Alex Schneider zur Verfügung gestellt. Der rege Austausch mit der Universität Bozen besteht bereits seit einigen Jahren: Studierende der Uni Bozen haben Praktika mit einer Dauer von drei bis sechs Monaten in der Volksbank absolviert. Neben den Praktika bietet die Bank den Studierenden interessante Entwicklungsmöglichkeiten. Die Zusammenarbeit mit der Universität wird künftig weiter verstärkt.“


Stipendien helfen Netzwerke zu bilden

Die Stipendien sind ein deutliches Signal dafür, dass sich die Fakultät der Wertschöpfung für Unternehmen in der Region verschrieben hat und dass die Stakeholder dies zu schätzen wissen. „Die Stipendien gehen jedoch weit über ihren monetären Wert hinaus“, folgert Prof. Oswin Maurer, Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. „Sie stärken die Bindung unserer Fakultät mit der Branche, sie helfen Netzwerke zu bilden, und wir als Fakultät machen unser Netzwerk diesen Unternehmen direkt und indirekt zugänglich.“

stol