„So unsicher die Gegenwart auch sein mag, erweist sie sich doch als Nährboden für eine großartige Literatur. Die sechs Romane der Shortlist zeugen davon“, sagt Jurysprecherin Cornelia Geißler. In den Büchern stecke ästhetischer Reichtum und Sprachlust - und es gebe immer noch Grund zu lachen.<BR /><BR />Auf der Longlist standen zuvor 20 deutschsprachige Romane. Hirschl war darauf der einzige Autor aus Österreich gewesen. Nicht auf die Shortlist geschafft hat es der im Wiener Luftschacht Verlag erscheinende Roman „Aus anderem Holz“ von Giuliano Musio.<BR /><BR />Wer die Auszeichnung bekommt, wird erst bei der Verleihung am 5. Oktober bekanntgegeben - dem Tag vor der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse. Insgesamt hatte die siebenköpfige Jury 205 Titel gesichtet, die zwischen Herbst 2025 und Anfang September 2026 erschienen sind.<BR /><BR />Zuletzt hatte es Diskussionen um Jurymitglied Maha El Hissy gegeben. So kritisierte Hessens Antisemitismusbeauftragter Uwe Becker, dass eine „Multiplikatorin israelfeindlicher Stereotype“ in der Jury sitze. Zuvor hatte die „Jüdische Allgemeine“ ihre Berufung als „politische und moralische Bankrotterklärung“ bezeichnet.<BR /><BR />Indes hält der Börsenverein an ihr fest. El Hissy sei aufgrund ihrer fachlichen Expertise ausgewählt worden, erklärt der Vorsitzende, Sebastian Guggolz. „Sie erfüllt die Anforderungen an diese Rolle in vollem Umfang.“<BR /><BR />Der Deutsche Buchpreis, der am 5. Oktober in Frankfurt vergeben wird, ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert: Der Sieger erhält 25.000 Euro, die übrigen Autoren der Shortlist jeweils 2.500 Euro. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an Dorothee Elmiger für ihr Buch „Die Holländerinnen“. Die Longlist zum Österreichischen Buchpreis sowie die Nominierungen zum Debütpreis wird am morgigen Mittwoch veröffentlicht.<BR /><BR />(S E R V I C E - https://www.deutscher-buchpreis.de )