Freitag, 23. November 2018

„Erinnerungen an Pavarotti weitertragen“

Großzügig, großherzig, menschennahe: So wurde einer der größten Tenöre aller Zeiten, Luciano Pavarotti, bei einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag in Meran beschrieben. Stattgefunden hat die Hommage an den 2007 gestorbenen Maestro im Hotel Palace, wo sich Pavarotti zu Lebzeiten gerne aufhielt.

Nicoletta Mantovani und Henri Chenot bei der Pressekonferenz am Donnerstag. - Foto: DLife
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Nicoletta Mantovani und Henri Chenot bei der Pressekonferenz am Donnerstag. - Foto: DLife

„Als er das erste Mal hierher kam, deutete er auf mich und sagte: ,Bist du Chenot?‘ und ich antwortete: ,Bist du Pavarotti?‘“, erinnerte sich der Gesundheitspapst Henri Chenot vom Hotel Palace an seinen Stammgast, der nicht nur ein Kunde, sondern vor allem ein Freund war.

„Pavarotti war so menschennahe, er machte zum Beispiel Fotos mit Passanten und unterhielt sich mit ihnen“, schwärmte Henri Chenot.

Im Hotel Palace fand am Donnerstagabend auch eine Pressekonferenz mit Pavarottis Zweiter Ehefrau Nicoletta Mantovani statt. Sie lernten sich 1993 kennen, als Mantovani bei einer Konzertagentur für die alljährliche Konzertreihe „Pavarotti & Friends“ in Modena arbeitete.  

Im Hotel Palace wurde dem Maestro gedacht. - Foto: DLife 

Heirat und Kinder von Pavarotti und Nicoletta

Damals war der Tenorsänger allerdings noch mit seiner ersten Ehefrau verheiratet. Als Urlaubsaufnahmen von Nicoletta und Pavarotti auftauchten, schmiss diese ihn kurzerhand aus der gemeinsamen Wohnung.

Nach dem Scheidungsverfahren gaben sich Mantovani und Pavarotti 2003 das Ja-Wort und im selben Jahr gebar die heute 49-Jährige Zwillinge, einer der beiden Söhne starb jedoch gleich nach der Geburt.

Ein Wunsch: Gratis-Gesangsunterricht für junge Talente

Pavarotti selbst kam nie in den Genuss einer Ausbildung im Konservatorium und wurde wegen seines Talentes kostenlos gefördert. Das wollte er stets zurückgeben, erklärte Nicoletta Mantovani bei der Pressekonferenz. „Aus diesem Grund fördern wir mit der Stiftung Pavarotti auch junge Gesangstalente. Diese jungen Menschen im Alter von rund 20 Jahren haben den Maestro zwar nie kennengelernt, aber wir versuchen, seinen Geist und die Erinnerung an ihn weiterzutragen.“

Doch was wäre noch ein Traum des Sängers gewesen, den er sich gerne erfüllt hätte? „Ich denke, das wäre eine Gesangsschule gewesen, mit Gratisunterricht der Schüler“, so die Witwe.

Luciano Pavarotti starb 2007 an Lungenversagen in Folge eines Bauchspeicheldrüsenkrebses mit 71 Jahren.

Die Talente der Pavarotti-Stiftung traten am Donnerstagabend im Kursaal in Meran auf, der Stadt an die für Pavarotti stets so viele Erinnerungen geknüpft waren.

stol/ape

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