Freitag, 06. Juli 2018

Erste Sommerakademie-Woche zu Ende

Für insgesamt 100 Grundschüler endet am Freitag 6. Juli die Sommerakademie-Woche. Es ist die erste von insgesamt drei.

In der Fortbildungsakademie Schloss Rechtenthal experimentieren die Schülerinnen und Schüler mit Rotkohlsaft - Foto: LPA/Bildungsdirektion
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In der Fortbildungsakademie Schloss Rechtenthal experimentieren die Schülerinnen und Schüler mit Rotkohlsaft - Foto: LPA/Bildungsdirektion

Mit Naturwissenschaften aber auch mit vielen anderen Themen befassten sich insgesamt 100 Grundschüler in den vergangenen fünf Tagen der Sommerakademie auf Schloss Rechtenthal in Tramin und an der Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Salern in Vahrn. Organisiert wird die Sommerakademie von der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion.

Explosionen, Kristalle züchten und Fische sezieren

Die insgesamt sieben Workshops boten für jeden der teilnehmenden Schüler aus den verschiedenen Landesteilen ein passendes Interessengebiet: Im Workshop „Den Wundern der Natur auf der Spur“ schlüpften zum Beispiel 14 Schüler in die Rolle von Biologinnen, Physikern und Chemikerinnen und erhielten dabei Einblicke, die normalerweise während des Schuljahres nicht möglich sind. Die Kinder züchteten Kristalle und sezierten Fische, um den Körperbau der Wirbeltiere genau untersuchen zu können. Für Knalleffekte sorgten ein explodierender Flammenwerfer aus Kerzenwachs und einige Rauchbomben.

Foto: LPA/Bildungsdirektion

„Ready, Steady, Story“

Geschichten hören, erzählen, lesen, nachspielen und dazu die passenden Charaktere kreieren und sie zum Leben erwecken – das waren die Besonderheiten des Workshops „Ready, Steady, Story“: Dafür gestalteten die Schüler unter anderem selbstgebastelte, englischsprechende Sockenpuppen. Eine Gruppe Schreibbegeisterter hatte hingegen im Workshop „Dichtermagazin und Trickfilmkiste“ die Möglichkeit, ihrer Leidenschaft nachzugehen. Die Aussicht darauf, ihre Texte – inklusive einiger Tricks – filmisch umzusetzen, motivierte die Kinder noch zusätzlich. Mit den Ergebnissen waren zwar alle Beteiligten zufrieden.

Foto: LPA/Bildungsdirektion

Rechnen, programmieren und konstruieren

Die breite Themenpalette der Sommerakademie war damit aber noch nicht erschöpft: Im Rahmen der anderen Workshops befassten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit kniffligen Mathematik-Aufgaben, programmierten einen Lego-Roboter und konstruierten sogar richtige kleine Fahrzeuge – von der Karosserie bis zu den technischen Details im Inneren.

Am Montag präsentierten die Schülerinnen und Schüler in Tramin und in Vahrn zusammen mit den Workshop-Leitern die Ergebnisse ihren Eltern und interessierten Gästen. Beeindruckt von den Ergebnissen zeigten sich die Schulinspektoren der Deutschen Bildungsdirektion Werner Sporer und Christian Alber. „Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, mit welcher Hingabe und Begeisterung die Schülerinnen und Schüler sich den verschiedenen Themenbereichen widmen und wie konzentriert und intensiv sie daran arbeiten“, betonte Schulinspektor Sporer.

„Die Welt ist voller Spielräume für die geistige Entwicklung sehr unterschiedlich begabter Individuen“, hat Professor Franz Weinert, der ehemalige Direktor des Max-Planck-Instituts für psychologische Forschung, einmal gesagt. „Mir gefällt dieser Satz sehr, weil er viele Assoziationen weckt, nämlich Begabung als Chance für den einzelnen, sich zu entfalten und die Entfaltung der Welt durch Begabungen, die eine Chance erhielten“, führte Inspektor Alber aus.

Für Mittelschüler starten die Workshops der Sommerakademie am nächsten Montag, 9. Juli: Kunst, mathematisch-technische Themen, Archäologie sowie Ästhetik und vieles mehr stehen dann auf dem Programm.

stol

stol