Das seit Monaten als Topfavorit gehandelte Führungsduo Finnland und Griechenland löste ebenso sein Finalticket wie Moldaus Partykracher.<BR /><BR />Aber auch Israel schaffte es in die nächste Runde, während Belgien die Buchmacher Lügen strafte und sich überraschend, aber zu Recht den Aufstieg sicherte.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1312128_image" /></div> <BR />Eröffnet wurde der erstmals vom Duo Victoria Swarovski/Michael Ostrowski moderierte Musikreigen standesgemäß von Moldaus Pop-Rapper Satoshi und seinem Partykracher „Viva, Moldova!“ mit tanzenden Playmobil-Figuren als Hintergrundanimation. Damit war die Stimmung für den Abend gesetzt, die unmittelbar von der Schwedin Felicia aufgenommen wurde, die sich mit elektronischer Härte und wackelnder Stimme und „My System“ ihr Systemupgrade sicherte.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1312131_image" /></div> <BR />Die nach wie vor als Spitzenreiter gesehene finnische Combo aus Violine und Stimme, Linda Lampenius & Pete Parkkonen, löste wie fix erwartet mit ihrer Melange aus elektronischem Dramapop und klassischen Violineinsprengseln sowie minimalistischer Inszenierung bei „Liekinheitin“ das Finalticket.<BR /><BR />Ohne Violine, dafür mit einer der besten Stimmen des Bewerbs, überzeugte Israels Kandidat Noam Bettan. Rau, markant und erotisch intoniert brachte „Michelle“ einen Platz unter den Top Ten - ungeachtet der aufgeheizten Diskussion um Israels Teilnahme trotz des Gazakrieges und vereinzelter Zwischenrufe in der Halle.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1312134_image" /></div> <BR />Der letzte Startplatz bedeutete für die serbische Düsterrockband Lavina durchaus Glück oder zumindest einen Platz im Finale, auch wenn das depressivere „Kraj mene“ nicht nach Glück klingt. Entgegen der Wettquoten wurde für Belgiens Kandidatin Essyla, die mit hartem Beat Pop modernen Zuschnitts lieferte, ihr „Dancing on the Ice“ keine Rutschpartie, sondern ein sanftes Gleiten ins Finale.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1312143_image" /></div> <BR />Litauens Lion Ceccah kam bei „Sólo quiero más“ mit seiner Mischung aus technoider Ästhetik und hoher Dramatik nach langen Probentagen zwar an das Ende seiner Stimme, aber noch nicht an jenes seiner ESC-Reise. Vor allem mit ihrer Stimme überzeugte hingegen wohl Polens Alicja, deren „Pray“ anfangs einer souligen Gebetsstunde gleicht, die dann in undefinierbaren Rap abbiegt, aber dennoch genügend Stimmen auf sich vereinte.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1312137_image" /></div> <BR />Und schließlich erbrachte der protofeministisch-mystische Folklorebombast des kroatischen Frauenquintetts Lelek bei „Andromeda“ am Ende ein Aufstiegsticket - während das Pendant der Balkan-Damen, das portugiesische Männerquintett Bandidos do Cante mit „Rosa“, in Opas alter Joppe und mit Fado-Fadesse nicht genügend Stimmen auf sich vereinte.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1312146_image" /></div> <BR />Georgiens als Gelbe Engel verkleidetes Trio Bzikebi verkündete zwar „On Replay“, bekam aber kein Replay, sondern muss trotz guter Nummer aber mutmaßlich dank fehlender Stimmen die Heimreise antreten. Und auch Estlands Trio Vanilla Ninja brachte die Dreieinigkeit kein Glück. „Too Epic To Be True“ hieß bei den Damen am Ende „Too Epic To Be In The Final“.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1312140_image" /></div> <BR />Keinen Hit landete Senhit aus San Marino, obwohl sie bei „Superstar“ einen ebensolchen an Bord hatte, nämlich 80er-Ikone Boy George. Für die sympathische Disconummer gab es kein Foto - äh Finalticket. Und unter den Elektronummern des Abends musste letztlich Tamara Živković aus Montenegro mit „Nova zora“ das Tal der Tränen beschreiten.