Der Film aus dem Jahr 1967 gilt als eines der frühen Schlüsselwerke des venezianischen Regisseurs und wird als Hommage an Brass gezeigt, der als prägende und unkonventionelle Figur des italienischen Kinos der 1960er Jahre gilt. Die digitale Restaurierung wurde vom Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom in Zusammenarbeit mit Netflix durchgeführt.<BR /><BR />„Col cuore in gola“ ist ein Thriller mit Pop-Art-Einflüssen, der unter anderem in London gedreht wurde. In den Hauptrollen sind Jean-Louis Trintignant und Ewa Aulin zu sehen. Beim visuellen Konzept arbeitete Brass zudem mit dem Comiczeichner Guido Crepax zusammen. Der Film wurde 1967 außer Konkurrenz bei den Filmfestspielen von Venedig gezeigt. Er gehört zu einer Reihe von London-Filmen des Regisseurs, die seine experimentelle Phase zwischen Pop-Art, Comic-Ästhetik und Autorenkino widerspiegeln.<BR /><BR />Der 1933 in Mailand geborene Brass arbeitete und studierte Ende der 1950er-Jahre an der Cinematheque francaise. In den 1960er- und frühen 1970er Jahren galt er als vielversprechender Experimental-und Avantgarderegisseur und er wurde bisweilen als „Antonioni der 70er“ bezeichnet. Sein Film „La Vacanza“ gewann 1971 auf dem Venedig Film Festival den Preis der Filmkritiker als bester italienischer Film. Nach „Salon Kitty“ (1976) mit Helmut Berger und vor allem „Caligula“ (1979) änderte sich sein Filmstil; die folgenden Filme kennzeichneten ihn mehr und mehr als Erotikfilmer. Der heute 93-Jährige lebt in der Nähe von Rom.