Montag, 23. April 2018

„Fräulein Else“ in der Bozner Carambolage

Arthur Schnitzlers Werk „Fräulein Else“ kommt am 4. Mai auf die Bühne der Carambolage in Bozen. Die Novelle von 1924 hat nicht an Aktualität verloren: Es trifft den Geist, den auch derzeitige Kampagnen wie #MeToo haben. Bearbeitet wurde das Stück von Stefanie Nagler.

Das Werk von 1924 hat an Aktualität nicht verloren. - Foto: Carambolage
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Das Werk von 1924 hat an Aktualität nicht verloren. - Foto: Carambolage

Else, eine junge Anwaltstochter aus Wien, verbringt gerade ihren Urlaub in Italien, als sie ein beunruhigendes Schreiben der Mutter erhält. Ihr Vater habe Mündelgelder veruntreut, weshalb ihm eine Gefängnisstrafe drohe. Else solle nun die Familie aus ihrem gesellschaftlichen und finanziellen Ruin retten, indem sie den reichen Kunsthändler Dorsday um ein Darlehen bittet. Dorsday ist angetan von der jungen, lebensfrohen Else und macht ihr ein unmoralisches Angebot: Er leiht ihr das Geld nur unter der Bedingung, dass er sie 15 Minuten nackt sehen darf.

Else ist hin- und hergerissen. Einerseits möchte sie das drohende Unglück von ihrer Familie abwenden, andererseits fragt sie sich, wie sie eigentlich dazu kommt, das alles auszubaden. Getrieben vom inneren Konflikt zwischen gesellschaftlicher und familiärer Verantwortung und dem Drang zur Selbstdarstellung, sieht Else am Ende nur eine einzige Lösung.

Die Premiere findet am 4. Mai um 20.30 Uhr statt. Informationen zu weiteren Aufführungsterminen und Tickets erhalten sie online oder unter der Nummer 0471 981790.

stol

stol