Freitag, 01. November 2019

Frauensache

Reine Frauenbands sind im Musikgeschäft eine Rarität. Schon deshalb fällt es auf, wenn sich mal eine formiert. Wenn sie dann noch vielversprechend klingt, so wie im Falle der „Illyrics“, wird der Faktor Geschlecht ohnehin unwichtig. Viktoria Figl und Judith Gatterer aus Kaltern bzw. Welschnofen haben soeben ihr Debüt „Cvlt“ vorgelegt.

„Illyrics“
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„Illyrics“ - Foto: © Illyrics

Musikalisch zueinandergefunden haben die Beiden in einer Schulband, die es bis 2013 gab. Von den damals 4 Bandmitgliedern sind Figl und Gatterer übriggeblieben. Sie versuchen nun ein Comeback unter dem Namen „Illyrics“. „Wir hatten einfach riesige Lust dazu, musikalisch wieder etwas auf die Beine zu stellen“, sagen sie.


Ihre erste Single „Cvlt“ ist solider Alternative Rock mit einer gehörigen Portion Melancholie und einer gewissen Zerbrechlichkeit: „Wer Musik für fröhliche Stunden sucht, wird bei uns sicherlich nicht fündig. Wir verarbeiten mit unserer Musik hauptsächlich negative Emotionen, dementsprechend klingt sie auch. Wir machen das, was wir lieben und wenn sich Leute darauf einlassen möchten, dann freut uns das natürlich.“


Und zum Thema Frauenbands in einer männlich dominierten Szene, sagen sie: „Wir haben früher bei mehreren Bandwettbewerben mitgemacht und da gab es manchmal welche, die uns vorgeworfen haben, nur deshalb gut anzukommen, weil wir weiblich sind. Sicherlich sieht man Frauenbands nicht so oft, aber am Ende zählt, was man als Musiker draufhat und ob man es schafft, das Publikum emotional zu erreichen.“



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Ein ganzseitiges Interview mit den „Illyrics“ gibt's im aktuellen „Dolomiten“-Magazin und die aktuelle Single und das Radio-Interview auf „Südtirol 1“ ab 16 Uhr (Wiederholungen am Samstag ab 19 Uhr und am Sonntag ab 17 Uhr).

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