Nun kehrt der preisgekrönte Musiker nach Brixen zurück – mit einem Dankeskonzert und einem Geschenk an die Stadt und ihre Bürger: der Uraufführung seiner Komposition „Für Brixen“.<BR /><BR />Wer in den vergangenen Jahren das Diözesanmuseum Hofburg betreten hat, konnte dort mitunter die Klänge des Klaviers aus dem Kaisersaal hören. Dort saß Luca Passarella – nicht als Polizeikommissar, sondern als Musiker. <BR /><BR />Mit beeindruckender Leichtigkeit und Geschwindigkeit glitten seine Finger über die Tasten. Noten brauchte er keine – selbst anspruchsvolle Stücke wie Rachmaninovs „Sonata Nr. 1 in d-Moll, op. 28“ hat er im Kopf.<h3> „Mehr als eine Leidenschaft“</h3>„Musik ist für mich mehr als eine Leidenschaft – sie ist meine zweite Sprache, mit der ich Emotionen ausdrücke, wenn Worte nicht ausreichen“, sagt Passarella. Im Alter von 8 Jahren hatte der heute 57-Jährige mit dem Klavierspielen begonnen. Er schloss das Staatliche Konservatorium Lucio Campiani in seiner Heimatstadt Mantua mit Bestnote und Auszeichnung ab und besuchte anschließend einen 3-jährigen Fortgeschrittenenkurs beim renommierten Pianisten Aldo Ciccolini.<BR /><BR />„Ich wollte immer schon Musik lebendig werden lassen. Musik schenkt den Menschen einzigartige Momente, Emotionen und Träume“, sagt Passarella bescheiden und will nichts davon wissen, ein besonderes Talent zu haben. Dabei wurde er immer wieder bei nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. <h3> „Bester italienischer Pianist“</h3>Beim Wettbewerb „Rom 1993“ erhielt er die Auszeichnung „Bester italienischer Pianist“. Im Februar 2025 belegte er in der Kategorie Klavier des Wettbewerbs „Bach-International-Music-Competition“ mit Teilnehmern aus der ganzen Welt einen ersten Platz – und dies, obwohl er lediglich in seiner Freizeit Klavier spielt. So wie er es auch in Brixen immer praktiziert hat.<BR /><BR />Als er 2021 beruflich ins Eisacktal gekommen war, hatte er sofort nach einem Klavier gesucht. Die Verantwortlichen der Hofburg, der italienischen Musikschule Vivaldi, des Forums und des Priesterseminars hatten ihn mit offenen Armen aufgenommen.<h3> Ein Dank an die Brixner</h3>„Die warmherzigen Menschen, die atemberaubende Berglandschaft und die ruhige Atmosphäre von Brixen haben mich sofort in den Bann gezogen. Brixen ist für mich mehr als nur ein Ort geworden, es ist ein Gefühl, das mich inspiriert und das ich immer in meinem Herzen tragen werde“, erzählt Passarella rückblickend. In Brixen begann er intensiv Deutsch zu lernen, knüpfte Kontakte und baute viele Freundschaften über die Sprachgruppen hinaus auf.<BR /><BR />„Mit diesem Konzert möchte ich den Brixnern danken und ihnen etwas zurückgeben“, sagt Passarella. Neben Werken von Chopin, Debussy und Liszt bringt der 56-Jährige ein besonderes Geschenk mit: Er präsentiert seine Komposition mit dem Titel „Für Brixen“. „Dieses Stück spiegelt meine Gefühle wider, als ich Brixen verlassen musste, und die Traurigkeit, die mich dabei begleitete“, sagt der Pianist.<BR /><BR />Bürgermeister Andreas Jungmann zeigt sich berührt von dieser Geste. „Luca muss sich bei uns nicht bedanken. Es ist für Brixen eine Ehre, ein Konzert und eine Komposition als Geschenk annehmen zu dürfen. Musik verbindet, dieses Konzert wird zweifellos ein unvergesslicher Abend für unsere Stadt“, sagt der Bürgermeister erfreut.Das Konzert mit Uraufführung „Für Brixen“ findet am 14. März um 19 Uhr in der deutschen Musikschule (Am Priel 7a) in Brixen statt. Die gesamte Bevölkerung ist eingeladen. Der Eintritt ist kostenlos.