Samstag, 01. Februar 2020

Galway ist Europäische Kulturhauptstadt

Das ehemalige irische Fischerdorf Galway ist seit Samstag Europäische Kulturhauptstadt 2020. Bis nächstes Jahr widmen sich fast 2000 Veranstaltungen den Themen Sprache, Landschaft und Migration.

Das ehemalige Fischerdorf ist heute besonders bei Studenten beliebt.
Das ehemalige Fischerdorf ist heute besonders bei Studenten beliebt. - Foto: © shutterstock

Galway hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer vor allem bei Studenten beliebten Stadt mit 80.000 Einwohnern gemausert, die als Hochburg für die traditionelle irische Musik gilt.

Die Feierlichkeiten zur Eröffnung finden in Irland an mehreren Orten bis zum 7. Februar statt und orientieren sich am keltischen Kalender. Das Programm von Galway steht unter dem Motto „Let the Magic In“ (etwa: „Lass' den Zauber rein“). Gaukler, Tänzer und Freudenfeuer gehören zu den Eröffnungszeremonien in der ersten Woche.

In den nächsten Monaten wird auch eine Interpretation eines uralten literarischen Epos, der Geschichte von Gilgamesch, dargeboten. Eine Installation namens „Borderline“ (Grenzlinie) soll an den gerade vollzogenen Brexit erinnern und am St. Patrick's Day im März werden die Connemara-Berge in Grün erstrahlen. Am 17. März starb der heilige Patrick (um 385-461), der im 5. Jahrhundert an der Verbreitung des christlichen Glaubens auf der „Grünen Insel“ beteiligt war.

Die Kulturhauptstadt Europas ist eine Initiative der Europäischen Union. Jedes Jahr werden 2 Städte ernannt – eine aus den alten EU-Staaten und eine aus den neuen. In diesem Jahr trägt neben Galway auch Rijeka in Kroatien diesen Titel.

dpa