Freitag, 28. Juni 2019

Glaube, Tradition und Gemeinschaft am Herz Jesu-Sonntag

Am Donnerstag organisierte die Südtiroler Katholische Jugend (SKJ) die Podiumsdiskussion „Zwischen Tradition und Moderne – Feuer und Flamme sein für Herz Jesu“ im kirchlichen Kinder-und Jugendzentrum „Josef Mayr-Nusser“ in Bozen.

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Foto: © D

An der Diskussion, die von Veronika Kofler moderiert wurde, nahmen der Historiker Hans Heiss, der ehemalige SKJ-Landesleiter Georg Oberrauch, der Jugendleiter des Alpenverein Südtirol (AVS) Andreas Frena, Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes Jürgen Wirth Anderlan und Landesobmann der Südtiroler Bauernjugend Wilhelm Haller teil.

Die Podiumsgäste Jürgen Wirth Anderlan, Wilhelm Haller, Veronika Kofler (Moderatorin), Andreas Frena, Hans Heiss und Georg Oberrauch diskutierten über die Bedeutung des Herz Jesu-Festes. -Foto:SKJ

Die Gruppen der Südtiroler Bauerjugend, der AVS-Jugend, des Südtiroler Schützenbundes und von Südtirols Katholischer Jugend entzünden jährlich am Abend des Herz Jesu-Sonntags im ganzen Land Feuer.

 „Das Herz Jesu-Fest hat eine sehr lange Tradition. Von Anfang an war es ein Zusammenspiel aus Gemeinschaft, Religion und Politik“, merkte Hans Heiss an.

Jugendliche immer noch mit Begeisterung dabei

Auch für den Schützenbund und die Bauernjugend seien alle drei Komponenten sehr wichtig. „Mit der Tradition zeigen wir Respekt und Dankbarkeit gegenüber den Personen, die für unser Land in der Vergangenheit gekämpft haben. Der Herz Jesu-Sonntag ist einer der wichtigsten Tage für die Schützen“, sagt Jürgen Wirth Anderlan.

Wilhelm Haller erklärte, dass immer noch sehr viele Jugendliche mit Begeisterung den Brauch pflegen und dadurch auf ihre Wurzeln hinweisen. Schon Wochen vorher bereiten sich die Gruppen vor und sie seien stolz, den Brauch weiterzutragen.

Georg Oberrauch wies darauf hin, dass auch der Glaube beim Herz Jesu-Fest eine sehr bedeutende Rolle spielt: „Für mich ist Herz Jesu nur dann ein ehrliches Fest, wenn es ein Glaubensfest ist. Welchen Platz der Glaube beim Fest einnimmt, entscheidet jedoch jede Gruppe für sich selbst.“

Jürgen Wirth Anderlan meint: „Bei der Herz Jesu-Tradition sind alle eingeladen, die zu unserem Land stehen und unsere Werte leben.“ Der Brauch wurde und werde von verschiedenen Sprachgruppen gepflegt, da Tirol immer schon dreisprachig gewesen sei. Es sei also kein Fest, das ausgrenzt, so Anderlan weiter. Im Anschluss an die Podiumsbeiträge beteiligte sich das Publikum an der Diskussion.

 Stol/jno / skj

stol