Montag, 30. November 2020

Gute Chance auf eine schöne Adventzeit

Ganz egal, wie viel Freiheiten uns Corona in diesem Advent lassen wird, machen wir das Beste daraus und konzentrieren wir uns auf das, was wirklich zählt: Diesen Appell richtet Familienseelsorger Toni Fiung an die Südtiroler: „Wir haben eine gute Chance, dass es eine schöne Zeit wird.“

Die erste Kerze am Adventskranz brennt: Hinschauen und hinfühlen sind auch in Zeiten von Corona möglich, ja vielleicht sogar leichter als sonst, meint Familienseelsorger Toni Fiung.
„Diese Zeit der Pandemie ist voller Herausforderungen“, sagt Fiung dem Tagblatt „Dolomiten“. Doch wir sollten uns nicht von Angst und Verboten treiben lassen, sondern die Chance sehen in einer etwas ruhigeren Vorweihnachtszeit als vielleicht in anderen Jahren.

„Wir sind ja nicht eingesperrt, wir können hinausgehen in die Natur, wir können hinschauen und hinfühlen“, meint er. Und mahnt vor allen Dingen, die zwischenmenschlichen Beziehungen in dieser Zeit zu pflegen; in der Familie mit Gesprächen, „in denen man vielleicht gemeinsam etwas entwickeln kann“.

Wo ein direkter Kontakt nicht möglich sei, da gebe es über Telefon, Whatsapp oder andere Kanäle jede Menge Möglichkeiten, in Kontakt zu treten. „Und das nicht erst zu Weihnachten, sondern eben schon jetzt in der Adventszeit“, meint Fiung und ermuntert dazu, sich ganz besonders derer anzunehmen, die allein sind.



„Schauen wir in unserem Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft, wer allein ist und senden diesen Menschen ein Zeichen, einen Anruf, eine Videobotschaft, oder wir stellen ihnen eine kleine Aufmerksamkeit vor die Tür – einfach um zu sagen ,Du bist nicht allein, jemand denkt an Dich‘“.

Und an noch etwas erinnert Familienseelsorger Toni Fiung: an die Wichtigkeit von Ritualen, gerade jetzt. „Und die sind ja auch mit der Pandemie möglich: der Adventskranz, der Adventskalender, das Keksebacken und gemeinsame Singen, das Lesen besinnlicher Texte... alles das hat heuer vielleicht sogar noch ein wenig mehr Platz als in so manch anderem Jahr mit seiner Vorweihnachtshektik.“

d/ih

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