Donnerstag, 03. Mai 2018

Handwerk und Gastgewerbe: Berufsschulen im Fokus

Mehr als 10.000 Schüler sind im laufenden Schuljahr in eine Südtiroler Berufsschule eingeschrieben. Welche Richtungen besonders beliebt sind und viele andere Informationen hat das Landesinstitut Astat erhoben.

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Foto: © shutterstock

Von den 10.535 Berufsschülern sind 7182 in einen Vollzeitkurs und 3353 in einen Lehrlingskurs eingeschrieben.

Vier von fünf Schüler sind in eine Berufsschule mit deutscher bzw. ladinischer Unterrichtssprache eingeschrieben. 1895 Schüler besuchen Berufsschulen mit italienischer Unterrichtssprache. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Schüler, die Vollzeitkurse besuchen, zum 2. Mal in Folge leicht gesunken (-3,3 Prozent), auch wenn sie in den letzten 15 Jahren tendenziell anstieg.

Im Schuljahr 2017/18 sind 813 Schüler ohne italienische Staatsbürgerschaft in Vollzeitkursen eingeschrieben. Die meisten stammen aus Albanien, Pakistan, Marokko, Mazedonien und Kosovo. 

Geschlechterverhältnis bei Vollzeitkursen ausgeglichen

Das Geschlechterverhältnis ist in den Vollzeitkursen relativ ausgeglichen: Nur etwas mehr als die Hälfte der Eingeschriebenen (52,7 Prozent) sind männlich, der Rest weiblich.

Beträchtliche Unterschiede ergeben sich jedoch in Bezug auf die gewählte Fachrichtung: Die Schüler besuchen vor allem Kurse der Fachrichtung „Handwerk und Industrie“ (44,1 Prozent), „Gastgewerbe und Nahrungsmittel“ (27,7 Prozent) und „Landwirtschaft“ (14,6 Prozent).

Die Schülerinnen hingegen bevorzugen die Fachrichtung „Gastgewerbe und Nahrungsmittel“ (41,3 Prozent), gefolgt von „Sozial- und Gesundheitswesen“ (18,1 Prozent), „Handwerk und Industrie“ (15,6 Prozent) und „Handel und Dienstleistungen“ (13,7 Prozent).

Die meisten Repetenten in der 1. Klasse

Insgesamt müssen in diesem Jahr 931 Schüler ein Kursjahr wiederholen, 63,1 Prozent davon die erste Klasse. Insgesamt liegt die Repetentenquote, also das Verhältnis zwischen der Anzahl der Repetenten und der jeweiligen Anzahl der Eingeschriebenen in Prozent bei 13 Prozent.

Mit 3353 Schüler, die Lehrlingskurse besuchen, ist die Zahl in etwa gleich hoch wie im vorhergehenden Schuljahr. Die Lehrlingszahl stagniert bereits seit 10 Jahren. Drei Viertel der Lehrlinge sind männlich, ein Viertel weiblich. 213 der Schüler stammen aus dem Ausland. Allein die albanischen Staatsbürger stellen ein Viertel der ausländischen Schüler.

Die beliebteste Fachrichtung ist „Handwerk und Industrie“ (64,4 Prozent), es folgen die Fachrichtungen „Gastgewerbe und Nahrungsmittel“ (21,8 Prozent), „Handel und Dienstleistungen“ (9,9 Prozent), „Landwirtschaft“ (2,6 Prozent) und „Sozial- und Gesundheitswesen“ (1,3 Prozent).

Wie bei den Vollzeitkursen bevorzugen die männlichen Lehrlinge die Fachrichtung „Handwerk und Industrie“ (74,9 Prozent), die weiblichen wählen hingegen vorwiegend die Fachrichtung „Gastgewerbe und Nahrungsmittel“ (34,2 Prozent).

Die Zahl der Lehrlinge, die im Bildungsjahr 2017/18 die Klasse wiederholen müssen, liegt bei 778. Das entspricht 23,2 Prozent der eingeschriebenen Schüler. Der Großteil der Repetenten, 84,4 Prozent, befinden sich im 1. Ausbildungsjahr.

stol

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