Freitag, 04. Mai 2018

Heiliger Florian: Der Schutzpatron der Feuerwehren

„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“: Am 4. Mai gedenken zahlreiche Feuerwehren ihrem Schutzpatron und feiern ihn bei der traditionellen Florianifeier, auch in Südtirol.

An Floriani feiern viele Feuerwehren ihren Schutzpatron, im Bild die FFW Neumarkt. - Foto: FFW Neumarkt
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An Floriani feiern viele Feuerwehren ihren Schutzpatron, im Bild die FFW Neumarkt. - Foto: FFW Neumarkt

Ursprünglich hatte Sankt Florian keine besondere Beziehung zum Feuer, sondern zum Wasser: Das liegt daran, dass er in früheren Zeiten mit einem Wasserkübel dargestellt wurde, was Vermutungen zufolge fälschlicherweise als Feuerlöscher interpretiert wurde.

Den Wassereimer hielt er vermutlich aus einem anderen Grund in der Hand: Sankt Florian, der sich zum Christentum bekannte, lebte im Heiligen Römischen Reich, wo diese Religion noch verboten war. Da er zu Lebzeiten versuchte, gefolterte Glaubensbrüder zu retten, starb er einen Märtyrertod: Mit einem Mühlstein um den Hals gebunden wurde er in den Fluss Enns in Österreich geworfen, wo er ertrank.

Der Heilige Florian. - Foto: shutterstock 

Auf Bestattungsweg entspringt eine Quelle

Überlieferungen zufolge wollte ihn eine Frau bestatten: Auf dem Weg zum Bestattungsort ließ der tote Florian eine Quelle entspringen – der heutige Floriani-Brunnen im Ort St. Florian bei Linz.

In Südtirol sowie Österreich und Deutschland wird der Gedenktag des Heiligen Florian von den Feuerwehren genutzt, ihren Schutzpatron zu feiern.

So feiert Südtirol den Schutzpatron

Vor über 150 Jahren wurde Südtirols erste Feuerwehr in Bruneck gegründet, erklärt der Direktor des Landesverbandes der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols, Christoph Oberhollenzer, im Gespräch mit STOL.

Seit damals werden in Südtirol Florianifeiern vor oder nach dem 4. Mai abgehalten. Dabei wird zunächst gemeinsam mit der Musikkapelle feierlichen in die Kirche einmarschiert. Anschließend gibt es in vielen Gemeinden nach dem Gottesdienst noch einen Umtrunk oder ein kleines Essen, so Oberhollenzer weiter.

Heute gibt es in Südtirol 306 Freiwillige Feuerwehren in 116 Gemeinden. Sie zählen rund 13.000 Mitglieder.

stol/ape

stol