Samstag, 13. März 2021

#ImKINOdaCASA: Filmfestival Bozen

Das Bolzano Film Festival Bozen findet in diesem Jahr vom 13. bis 18. April statt. Die Vorbereitungen für die 34. Ausgabe des Festivals laufen schon auf Hochtouren.

Die gebürtige Südtirolerin und Editorin Evi Romen zeigt in Bozen ihr Regiedebüt HOCHWALD.
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Die gebürtige Südtirolerin und Editorin Evi Romen zeigt in Bozen ihr Regiedebüt HOCHWALD. - Foto: © Filmfestival Bozen
Gemäß dem Slogan #ImKINOdaCASA werden die 12 Filme im Wettbewerb im Kino sowie online über die Webseite des Festivals gezeigt.

Die Spielfilme im Wettbewerb


Die gebürtige Südtirolerin und Editorin Evi Romen zeigt in Bozen ihr Regiedebüt HOCHWALD. Erzählt wird die Geschichte des jungen Mario, dessen geliebter Freund bei einem Attentat in Rom ums Leben kommt. Wie lernt Mario mit der Trauer umzugehen und wie reagiert die Dorfgemeinschaft?

Die Schweizer Regisseurin Gitta Gsell bringt mit BEYTO eine turbulente Liebesgeschichte auf die Leinwand. Der 19-jährige Beyto verliebt sich in seinen Schwimmtrainer Mike. Das türkische Elternhaus arrangiert daraufhin eine Heirat im türkischen Heimatdorf. Wie schafft es Beyto zwischen den Kulturen des Islam und des Westens seinen Weg zu finden?

KOKON der deutschen Regisseurin Leonie Krippendorff erzählt die Geschichte der 14-jährigen Nora, die sich in einem heißen Sommer in Berlin das erste Mal richtig verliebt. Und während des langsamen Erwachsenwerdens auch sich selbst besser kennenlernt.

MATERNAL ist der erste Spielfilm der Bozner Dokumentarfilmerin Maura Delpero. Der Film erzählt von Lu und Fati, zwei 17-jährigen Frauen in einem italienischen, religiösen Heim für junge, alleinerziehende Mütter in Buenos Aires. Die beiden teilen sich ein Zimmer und kämpfen mit sich und ihrer neuen, ungewollten Mutterrolle.

Der italienische Regisseur Maurizio Zaccaro bringt die Geschichte von NOUR ins Kino, einem zehnjährigen Mädchen, das die Reise nach Europa über das Mittelmeer alleine antritt. Pietro Bartolo, ein Arzt aus Lampedusa, kümmert sich um sie.

In WINDSTILL lässt uns die junge Südtiroler Regisseurin Nancy Camaldo am Leben dreier Menschen teilnehmen, die an permanenter Überforderung leiden: als junge Mutter, als junger Koch, als junge Frau alleine auf einem Bauernhof. Es ist Camaldos Abschlußfilm an der HFF München.

Die Dokumentarfilme im Wettbewerb

Luca Lucchesis A BLACK JESUS führt uns in ein kleines Dorf in Süditalien, wo seit Jahrhunderten die Statue eines schwarzen Jesus verehrt wird. Als der Flüchtling Edward aus Ghana darum bittet, gemeinsam mit den Einheimischen die Jesus-Statue in der Prozession durch den Ort tragen zu dürfen, spaltet dieser Wunsch die Gemeinde.

Cecilia Mangini und Paolo Pisanelli führen in DUE SCATOLE DIMENTICATE zurück zur Zeit des Vietnamkrieges. In den Jahren 1964-65 lebten die Regisseure Lino Del Fra und Cecilia Mangini drei Monate lang in Nordvietnam, um einen Dokumentarfilm über den Kampf dieses Volkes vorzubereiten. Das Material wurde durch einen Bombenangriff zerstört. Zwei Schuhkartons mit Fotonegativen wurden 50 Jahre später unerwartet gefunden.

Aus Österreich kommt GLORY TO THE QUEEN der Regisseurin Tatia Skhirtladze. Wir sind in Tiflis, Georgien, wo wir in das Leben von vier Schachweltmeisterinnen eintreten: Nona Gaprindashvili, Nana Alexandria, Maia Chiburdanidze und Nana Ioseliani.

Laika, die Straßenhündin aus Moskau, die 1957 als erstes Lebewesen ins All geschossen wurde, wurde zu einer Heldin der Sowjetunion. Exemplarisch für all die Hunde, die sich auf Moskaus Straßen tummeln, folgt der Film 2 Exemplaren, die namenlos bleiben. SPACE DOGS von Elsa Kremser und Levin Peter ist eine österreichisch-deutschen Koproduktion.

SUOT TSCHêl BLAU von Ivo Zen taucht in eine Schweizer Dorfchronik ein. In den 1980er und 1990er Jahren dringt das Heroin in das Leben der Jugendlichen im märchenhaften Oberengadin. Die massive Drogensucht und der Tod der eigenen Kinder war ein Schock für die ganze Region. Eine Rückschau mit Tabubrüchen.

THE VALLEY von Nuno Escudeiro, produziert von Miramonte Film, Point du Jour und Arte. Im Roya Tal, an der französischen Grenze zu Italien, überqueren Flüchtlinge auf teils gefährlichen Wegen die Berge. Einige Bewohner des Tales helfen, auch wenn sie sich damit strafbar machen.

Die internationale Jury

Der Preis des Landes Südtirol für den besten Spielfilm wird von einer internationalen Jury vergeben. Dieser gehören Claudia Landsberger, langjährige Beraterin der Berlinale, Sonja Heiss, deutsche Autorin und Regisseurin, und Corrado Ravazzini, unabhängiger italienischer Filmemacher, an.

Der Preis der Stiftung Sparkasse für den besten Dokumentarfilm wird von Sven Ilgner, Filmprofessor, Michela Occhipinti, italienische Filmemacherin, und Andrea Schramek, Wiener Regisseurin und Schauspielerin, vergeben.

stoll

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