Seydou (Seydou Starr) und Moussa (Moustapha Fall) sind 2 Cousins, die in Senegal leben. Die beiden Teenager gehen einer Arbeit nach, sind auf Tiktok aktiv und spielen Fußball. Ihre wahre Leidenschaft ist die Musik. Sie träumen von einer Karriere als Stars und sind bereit, dafür alles aufs Spiel zu setzen.<BR /><BR />Alles, das heißt: Von Dakar durch die Sahara nach Libyen zu gelangen, von wo aus sie über das Mittelmeer nach Europa wollen. Eine Reise in die Freiheit soll es werden. Doch kaum sind sie unterwegs, wird aus dem Abenteuer ein Kampf um Leben und Tod, bei dem sie mehr als nur ihr Geld und einander verlieren.<BR /><BR />Um das Schleusergeld zusammenzubekommen, sparen die beiden Jugendlichen monatelang, aber libysche Soldaten knöpfen ihnen den letzten Rest ab. Die Cousins werden gewaltsam getrennt. Seydou gerät in ein Internierungslager. Mit jedem Abschnitt seiner Odyssee wird er seiner Illusionen beraubt. <BR /><BR /><BR /> <div class="embed-box"><iframe width="956" height="538" src="https://www.youtube.com/embed/CBn6T7zGn-Y" title="IO CAPITANO - Trailer OVdf [Schweiz]" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div> <BR /><BR /><BR />Der Regisseur identifiziert sich mit den Protagonisten. Garrone versucht damit, den anonymen Flüchtlingsstatistiken eine Kinogeschichte zu verleihen. Das Thema ist angesichts der starken Migrationsströme besonders aktuell. <BR /><BR />Trotz allem ist es eine Heldenreise, die Seydou vom naiven Buben zum charakterstarken Erwachsenen macht. „Io Capitano“ ist ein berührendes Drama mit kräftigem Stil, das sich der grausamen Realität seiner Thematik nicht verschließt. Es bezeugt der Vitalität des italienischen Kinos, das nach der Pandemie neue Lebendigkeit erlebt. <BR /><BR />Garrone, der international wegen seines Films „Gomorrah“ bekannt ist, freut sich über die Nominierung seines Streifens. „Ich wollte das europäische ,Migrantenproblem' vom anderen Ende des emotionalen und geografischen Spektrums aus betrachten. Wir kennen die Bilder der Flüchtlinge. Wir sind es gewohnt, Berichte von Rettungsaktionen zu sehen, aber auch von tragischen Unglücksfällen und vom Tod. Ich wollte den Teil der Geschichte zeigen, den wir kennen sollten, aber viel zu selten sehen“, berichtet der 55-jährige Römer. Dass sein Film im Rennen um den Oscar ist, macht Garrone glücklich: „Wir hoffen, dass die Geschichte von Seydou von Zuschauern in der ganzen Welt gesehen wird.“<BR /><BR />