Samstag, 27. Februar 2021

Italien könnte Ende März Kinos und Theater öffnen

Die Regierung um Premier Mario Draghi feilt an einer Verordnung mit Anti-Covid-Vorschriften für die Zeit bis nach Ostern. Ab dem 27. März werden Kinos, Opernhäuser, Konzertsäle und Theater wieder offen sein, lautete das Vorhaben der Regierung. Dabei sollen bestimmte Sicherheitsprotokolle berücksichtigt werden.

Die Mailänder Scala könnte bald wieder öffnen.
Die Mailänder Scala könnte bald wieder öffnen. - Foto: © APA (AFP) / MIGUEL MEDINA
Italien bemüht sich um einen Kulturneustart: Am Wochenende werden die Italiener wieder Museen besuchen können, die derzeit in den sogenannten gelben Regionen mit niedrigeren Infektionszahlen nur an Werktagen offen sind. Der Museumsbesuch am Wochenende muss online reserviert werden.

Mit dem wissenschaftlichen Komitee, das Italiens Regierung in Sachen Coronavirus berät, sollen einige zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit in Theatern und Kinos besprochen werden. „Kinos und Theater können mit angemessenen Vorkehrungen sicherer als andere Lokale sein, die bereits in Italien offen sind“, erklärte der italienische Kulturminister Dario Franceschini. Zugleich denkt die Regierung an weitere Unterstützungsmaßnahmen für die von der Pandemie schwer betroffene Kulturbranche. Diese Woche war es in mehreren Städten zu Protesten von Kulturschaffenden gegen den monatelangen Stillstand ihrer Branche gekommen.

Steigende Infektionswerte und die Virus-Mutationen machen Italiens Gesundheitsbehörden allerdings zu schaffen. So wurde am Freitag beschlossen, dass die Regionen Lombardei, Piemont und Marken ab kommendem Montag von gelb auf orange wechseln (STOL hat berichtet). Ab Montag müssen dort Restaurants und Bars wieder schließen. Lediglich Take-away-Dienste sind erlaubt. Auch die Reisefreiheit wird stark eingeschränkt. Die süditalienischen Regionen Molise und Basilikata werden rot, vorgesehen ist ein Mini-Lockdown.

In Südtirol wurde am Freitag eine neue Verordnung unterzeichnet, welche die bestehenden Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus bis zum 14. März bestätigt.

apa/stol