Donnerstag, 31. Januar 2019

„Jedes Konzert fühlt sich wie das erste an“

Seit 50 Jahren steht Uriah Heep für britischen Hardrock. Nach der Veröffentlichung ihres mittlerweile 25. Studioalbums im September kehren die Musiker auf ihrer Welttournee am Freitag, 1. Februar, in Algund ein.

Russel Gilbrook (Schlagzeug), Mick Box (Gitarre), Bernie Shaw (Gesang) Davey Rimmer (Bass) und Phil Lanzon (Keyboard) (v.l.) kommen nach Algund. - Foto: Richard Stow
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Russel Gilbrook (Schlagzeug), Mick Box (Gitarre), Bernie Shaw (Gesang) Davey Rimmer (Bass) und Phil Lanzon (Keyboard) (v.l.) kommen nach Algund. - Foto: Richard Stow

Zum wiederholten Male kommt die britische Rockband Uriah Heep nach Südtirol, um gemeinsam mit ihren Fans guten alten Hardrock zu zelebrieren.

Diesmal stellen sie am Freitag im Thalguterhaus in Algund ihr neustes Studioalbum „Living The Dream“ vor, das im September veröffentlicht wurde. Es ist ihr 25. Album in 50 Jahren Rockgeschichte, auch wenn von der ursprünglichen Besetzung nur noch Gitarrist Mick Box übrig geblieben ist. „Es ist ein tolles Album, in dem wieder sehr viel Uriah Heep steckt“, sagt das jüngste Heep-Mitglied, Davey Rimmer, im Interview mit STOL. Rimmer war 2013 zu den Heeps gestoßen, als deren Bassist Trevor Bolder an Krebs erkrankte und 2013 starb. 

STOL: Vor 6 Jahren war Uriah Heep zum ersten Mal zu Gast in Südtirol, am Freitag tretet ihr in Algund auf: Was hat sich in 6 Jahren bei euch so getan? 

Davey Rimmer: Sehr viel, wir sind durch die Welt getourt, haben neue Songs geschrieben und auf einem Album veröffentlicht… Alles ist bestens in der Welt von Heep. Aber wir freuen uns auch, wieder hier in Südtirol sein zu dürfen. 

STOL: Uriah Heep feiert 2019 ihr 50-jähriges Bestehen. Ist etwas Besonderes zu diesem Anlass geplant?

Rimmer: 2019 ist bereits durchgeplant, wir konzentrieren uns derzeit vor allem auf unsere Tour zum neuen Album, die uns durch Europa, Japan und die USA führt. Erst danach werden wir uns überlegen, wie wir 50 Jahre Uriah Heep feiern… geplant ist noch nichts. 

STOL: Ihr habt im September das Album „Living The Dream“ veröffentlicht. Was ist das Besondere an diesem Album? 

Rimmer: Wir sind sehr zufrieden mit dem Album, wir wussten genau, was wir damit erreichen wollten. Es hat alle klassischen Elemente der früheren Heep-Alben, ausdrucksstarke Rockmusik mit Melodien, die sowohl alte als auch neue Fans begeistern werden. Unser Produzent Jay Ruston hat tolle Arbeit geleistet. Das Album hat super Kritiken in der Rockpresse erhalten, was uns sehr stolz macht. Mein persönlicher Lieblingssong ist „Grazed By Heaven“. 

STOL: Derzeit tourt ihr durch Europa, Japan, die USA… Sind es immer neue Orte oder auch mal altbekannte Plätze?

Rimmer: Wir haben eigentlich in allen Ländern, die wir jetzt bereisen, schon das eine oder andere Konzert gespielt. Aber das Schöne an Live-Konzerten ist: Es fühlt sich immer an wie das erste Mal. Wir touren gerade mehr als je zuvor und das ist auch gut so, denn nur so kann eine Band funktionieren. Wir fühlen uns sehr geehrt, mit unserer Musik nach wie vor auf der ganzen Welt eingeladen zu werden. 

STOL: 50 Jahre Uriah Heep: Kommen da manchmal Gedanken an den Ruhestand?

Rimmer: Nie! Musik ist nach wie vor unsere Leidenschaft, wir schreiben neue Songs, nehmen sie auf und touren anschließend durch die Welt. Solange wir gesund sind, werden wir das auch weiterhin tun. Heep wird fortbestehen! Wir geben nie auf! 

STOL: Noch eine letzte Frage zum aktuellen Weltgeschehen: Wie seht ihr als britische Band den bevorstehenden Brexit?

Rimmer: Ich persönlich habe damals für den Verbleib in der EU gestimmt. Der Brexit ist ein totales Durcheinander und ich glaube, dass den Briten zum Zeitpunkt des Referendums 2016 viele Informationen vorenthalten worden sind. Die britische Regierung hat ihr eigenes Volk im Stich gelassen.

Interview: Elisabeth Turker

stol