Dienstag, 14. September 2021

5. Ausgabe des Kurzfilmwettbewerbs „Bozen in 48 Stunden“

Der Kurzfilmwettbewerb „Bozen in 48 Stunden“ geht im September bereits in die fünfte Runde. Die Herausforderung ist in nur 2 Tagen einen Kurzfilm in der Region Bozen zu drehen. Der Wettbewerb wird am 24. September beginnen und am 26. September enden.

Der Kurzfilmwettbewerb „Bozen in 48 Stunden“ findet bereits zum fünften Mal statt.
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Der Kurzfilmwettbewerb „Bozen in 48 Stunden“ findet bereits zum fünften Mal statt. - Foto: © BZ48H
Die Filmemacher stürzen sich im September in die Arbeit und für Überraschungen ist gesorgt, denn für 2021 sind viele Neuigkeiten geplant. Die Herausforderung ist nach wie vor eine fast unmögliche: einen Kurzfilm in nur 2 Tagen in der Region Bozen zu konzipieren und zu drehen. Es handelt sich um eine Initiative der Stadt Bozen, die von Cooperativa 19 organisiert wird und an der Filmteams aus ganz Italien und dem Ausland teilnehmen können.

Der Wettbewerb – BZ48H

Bozen in 48 Stunden – Kurzfilmwettbewerb kehrt Ende September zurück. BZ48H, die Abkürzung des Titels der Initiative, ist ein Filmwettbewerb, der Künstler und Filmemacher herausfordert, einen Kurzfilm innerhalb von 48 Stunden zu drehen, von der Konzeption bis hin zur Postproduktion. Die fünfte Ausgabe wird am 24. September beginnen und am 26. September in Bozen enden.

Um an dem Wettbewerb teilzunehmen, muss man sich bis zum 19. September anmelden und eine Gebühr von 50 Euro einzahlen. Die vollständigen Teilnahmebedingungen können auf der Website nachgelesen werden.

Das Hauptziel für die Teilnehmer ist es - auch bei dieser neuen Ausgabe - die Geschichte der Stadt Bozen aus neuen Perspektiven und Blickwinkeln zu erzählen. Das Siegerteam muss eine Mischung aus technischem Können, Kaltblütigkeit und Einfallsreichtum an den Tag legen, um einen der Preise zu gewinnen, und Bozen wird der unbestrittene Star aller Produktionen sein. Die Kurzfilme müssen innerhalb von 48 Stunden und innerhalb der Grenzen der Stadt Bozen geschrieben, gedreht und postproduziert werden und dürfen zwischen 1 Minute und 8 Minuten lang sein.

Kreativität freien Lauf lassen

Das Genre ist völlig frei wählbar: Spielfilm, Dokumentarfilm, Videoclip, Animation, Videokunst. Die Challenge steht außerdem allen offen: Profis, Filmstudierenden und Amateure, sowohl aus der Region als auch aus anderen Städten. Es ist möglich, allein oder mit einer Gruppe teilzunehmen, und die Aufnahmen können mit der Technik nach eigener Wahl gemacht werden.

Auch in diesem Jahr sind die Protagonisten der Challenge die „Hinweise“, die von der Organisation an der „Startlinie“ am 24. September gegeben werden und die unbedingt beachtet werden müssen. Der erste Hinweis ist ein bestimmter Ort in der Stadt, an dem mindestens eine Szene des Kurzfilms gedreht werden muss und der nach dem Zufallsprinzip ausgelost wird (für jedes teilnehmende Team ein anderer Ort); der zweite ist ein Objekt, das als fester Bestandteil im Film vorkommen muss (für alle dasselbe); der dritte ist ein geheimer Hinweis, der erst am Start mitgeteilt wird. Die Hinweise bilden einen kreativen Anreiz, einen Ausgangspunkt für die Erzählung, der die Herausforderung noch spannender macht.

„Kreativität und künstlerische Sprachen sind nicht nur individuelle Ausdrucksformen. Sie sind die Möglichkeiten und Chancen, die wir haben, um die heutige Welt und die Kontexte, in denen wir leben, zu lesen. BZ48H ist ein Beispiel dafür. Es ist eine Initiative, die jedes Jahr neue Interpretationen und Erzählungen über unsere Stadt hervorbringt. Eine Stadt, die sich öffnet und sich erzählen lässt, die Künstler, lokale und nicht-lokale, willkommen heißt und einlädt, sie neu zu überdenken und aus neuen Perspektiven zu betrachten. Die vielen Teilnehmer, die sich der fast unmöglichen Herausforderung stellen, innerhalb von 48 Stunden einen Kurzfilm zu schreiben und zu drehen, geben uns ihre Visionen und tragen zur Schaffung eines gemeinsamen Kulturguts bei, das uns hilft, die Gegenwart zu interpretieren und die Zukunft zu gestalten“, unterstreicht Chiara Rabini, Kulturstadträtin der Stadt Bozen.

Eine wichtige Neuerung dieser Ausgabe ist die Online-Community, ein virtueller Raum, der all jenen gewidmet ist, die an dem Projekt teilgenommen haben, teilnehmen werden oder sich dafür interessieren, und der in den letzten Monaten von den Organisatoren eingerichtet wurde. Die derzeit 40 Mitglieder sind allesamt Filmemacher oder Personen, die auf verschiedene Weise mit der Welt des Videomachens zu tun haben.

Die Community wurde gegründet, um mögliche BZ48H-Teilnehmer miteinander in Kontakt zu bringen, auch im Hinblick auf Austausch und Hilfe bei der Suche nach technischen/künstlerischen Akteuren für die Zusammenstellung einer Crew oder bei der Suche nach Ausrüstung. Es ist auch ein Raum für detaillierte Fragen, die für die Teilnahme am Wettbewerb nützlich sind, und nicht zuletzt ein „privilegierter“ Raum, in dem wichtige Informationen zu den Hinweisen dieser Ausgabe enthüllt werden: der Hinweis „Objekt“ wurde zum ersten Mal nur den Mitgliedern der Gemeinschaft vor dem Start enthüllt.

Preise

Die Preise werden von Jahr zu Jahr prestigeträchtiger. Seit der letzten Ausgabe gibt es einen Publikumspreis: 700 Euro brutto gehen an den Gewinnerfilm, der vom Publikum während der Abschlussvorführung ausgewählt wird.

Die weiteren Preise:

Bester Kurzfilm BZ48H - Fachjury

2000 Euro brutto werden von der Fachjury vergeben und von der Stadt Bozen zur Verfügung gestellt. Der Gewinnerfilm wird außerdem bei der 18. Ausgabe des Lago Film Fest (2022) zu sehen sein.

Panalight Südtirol Preis

Ein Panalight-Vertreter wählt das Gewinnerteam aus, das von einer Ausrüstungsmiete in Höhe von 3000 Euro brutto profitiert.

Rai Südtirol Preis


Das Gewinnerteam erhält den Auftrag, ein audiovisuelles Produkt für Rai Südtirol zu produzieren.

Special Lago Film Fest

Für alle teilnehmenden Teams werden Akkreditierungen für den Zugang zur 18. Ausgabe des Lago Film Fest 2022 vergeben.

Ein weiterer wichtiger Anreiz zur Teilnahme ist denjenigen gewidmet, die sich für die Teilnahme am Bozner Wettbewerb entscheiden, aber nicht in Südtirol wohnen. Das Verkehrsamt Bozen bietet den 7 Filmteams aus anderen Provinzen, die sich als erste für den Wettbewerb angemeldet haben, eine kostenlose Unterkunft für 3 Nächte. Die 7 Filmcrews, die das Angebot angenommen haben, kommen aus verschiedenen italienischen Provinzen (Chieti, Cremona, Genua, Verona, Vicenza, Trient) und werden in der Jugendherberge Bozen zu Gast sein.

Jury und Abschlussabend

Der begehrteste Preis, die von der Stadt Bozen gestifteten 2000 Euro, wird von einer hochkarätigen Jury vergeben, die sich aus Experten der Branche zusammensetzt:

Katja Lechthaler ist Schauspielerin, Schriftstellerin, Sängerin, Gewinnerin zahlreicher Theaterpreise und Hauptdarstellerin renommierter Filme wie „Hidden Life“ von T. Malick, „Tensione superficiale“ von Alessandro Aloi und verschiedener Serien wie „Curon“ (Netflix). Außerdem ist sie Schauspiellehrerin an der Schauspiel- Akademie Südtirol.

Mirko Cetrangolo ist Film- und Drehbuchautor. Er ist Absolvent des Centro Sperimentale di Cinematografia und schreibt fürs Kino, Fernsehen und Theater. Er hat an erfolgreichen Serien wie „L'amica geniale“, „Summertime“, „1993“, „The young pope“ mitgeschrieben. Er gewann den Carlo-Bixio-Preis beim Roma Fiction Fest (2013) und den Solinas-Preis. Derzeit arbeitet er als Redakteur für die Unternehmen FremantleMedia Italia und Wildside.

Olga Torrico ist Regisseurin, Schauspielerin und Filmproduzentin. Sie studierte in Rom, Paris, Bologna und Valencia, wo sie zunächst einen Abschluss in Sprachen und Literatur machte und sich dann auf Kino, Fernsehen und Multimedia-Produktion spezialisierte. Seit 2014 ist sie Mitglied des Kurzfilmverleihteams Elenfant Distribution. Im Jahr 2016 gründete sie die Produktionsfirma Sayonara Film, mit der sie Kurzfilme und Dokumentarfilme produziert. Im Jahr 2020 war ihr Kurzfilm „Gas station“ Finalist bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig.

Vorführung und Preisverleihung

Höhepunkt der Initiative ist die Vorführung und Preisverleihung für die Gewinnerfilme des Kurzfilmwettbewerbs. Dieses Jahr findet sie am Samstag, den 9. Oktober, im Filmclub Bozen statt. Es handelt sich um einen Tag, der der Öffentlichkeit zugänglich ist und an dem die 10 Finalistenfilme 3 Mal gezeigt werden: morgens, nachmittags und abends. Im Anschluss an die Abendvorführung werden die Kurzfilme, die für die verschiedenen Preise ausgewählt wurden, bekannt gegeben und prämiert, einschließlich des Publikumspreises, über den während der Tagesvorführungen entschieden wird.




„Bozen in 48 Stunden“ ist eine Initiative der Stadt Bozen, organisiert von Cooperativa 19. Zeichen für den Erfolg und die Aufmerksamkeit, die die Veranstaltung in den letzten Jahren auf sich gezogen hat, ist die Anzahl und das Prestige der Projektpartner, die auf unterschiedliche Weise zum Erfolg des Wettbewerbs beitragen, der auch in diesem Jahr unter der künstlerischen Leitung von Valentina Parisi und Giuseppe Zampella stattfindet: Verkehrsamt Bozen, IDM Film Fund & Commission, Lago Film Fest, RAI Südtirol, Vintola 18 - Jugendzentrum, Panalight Südtirol, Youth Hostel Bozen und Film Club Bozen.

stol