Das Schicksal der entlassenen Fabrikarbeiterin Fantine, die sich für den Lebensunterhalt ihres Kindes prostituieren muss, habe ihr buchstäblich das Herz zerrissen, sagte die 30-Jährige am Samstag bei der Berlinale der Nachrichtenagentur dpa.„Ich habe geweint, weil ich sie war, weil sie geweint hat“, so Hathaway. „Aber in den Drehpausen war ich wütend, weil das keine Geschichte ist, die vorbei ist. Das ist eine Geschichte, die es überall auf der Welt immer noch sehr, sehr oft gibt.“Für acht Oscars nominiertDer für insgesamt acht Oscars nominierte Film von Tom Hooper („The King's Speech“) sollte am Abend bei der Berlinale in einer Sondervorführung Deutschlandpremiere feiern.Die ohnedies nicht gerade schwergewichtige Hathaway hat für ihre Rolle elf Kilo abgenommen. Und auch die brutale Szene, in der ein Zuhälter ihr die langen dunklen Haare mit einem Messer abratscht, ist echt.Es sei geplant gewesen, dass ihr Mann Adam Shulman während der Hungerphase am Set bei ihr bleibe, berichtete sie. „Irgendwann musste ich ihn bitten, abzureisen, weil er mich so glücklich gemacht hat, dass ich mich nicht wirklich in die Rolle hineindenken konnte.“dpa