Friedrich („Wild“, „Böse Zellen“) spielt in dem Vater-Sohn-Drama des deutschen Regisseurs Thomas Arslan einen geschiedenen Vater, der auf einer Norwegen-Reise wieder Nähe zu seinem 14-jährigen Sohn aufbauen will. Bei der Preisverleihung kam Friedrich lässig mit Basecap auf die Bühne. Vor der Dankesrede klebte er erst einmal seinen Kaugummi auf die Tatze „seines“ Bären. „Ich wollte den Preis dadurch nicht schmälern, ich wollte mich eher mit ihm anfreunden“, meinte der Schauspieler später.Die Trophäe als beste Schauspielerin nahm mit Tränen in den Augen die 34-jährige Südkoreanerin Kim Min-hee entgegen. Sie spielt in „On the Beach at Night Alone“ („Bamui haebyun-eoseo honja“) von Hong Sang-soo eine erfolgreiche Filmschauspielerin, die nach einer Affäre mit ihrem verheirateten Regisseur in eine Sinnkrise gerät und sich ins Privatleben zurückzieht.Den Großen Preis der Jury gewann der französisch-senegalesische Regisseur Alain Gomis für „Felicite“. Sein im Kongo spielender Film erzählt von einer Bar-Sängerin, die verzweifelt versucht, Geld für die Operation ihres verunglückten Sohnes aufzutreiben.Die polnische Altmeisterin Agnieszka Holland holte mit ihrem schrägen Öko-Feminismus-Thriller „Pokot“ den Alfred-Bauer-Preis. Die Auszeichnung wird für einen Spielfilm vergeben, der neue Perspektiven eröffnet.Den erstmals verliehenen Silbernen Bären für die beste Dokumentation erhielt Ghost Hunting„ (“Istiyad Ashbah„) des palästinensischen Regisseurs Raed Andoni.Der deutsch-österreichische Film "Die beste aller Welten" des 25-jährigen Salzburger Regisseurs Adrian Goiginger wurde mit dem Kompass-Perspektive-Preis geehrt. Die mit 5.000 Euro dotierte, erstmals vergebene Auszeichnung würdigt den besten Film der Berlinale-Sektion "Perspektive Deutsches Kino".