Der Film des Regisseurs Andreas Pichler wird in italienischer Sprache ausgestrahlt. In der Dokumentation geht es um Michael N., einen angehenden katholischen Priester aus Bozen. Dieser ist beeindruckt von den Jesuiten, die sich in Lateinamerika „im Namen der Wahrheit foltern und töten ließen". 1982 geht er als werdender Jesuiten-Missionar nach Bolivien. Sieben Jahre später sprengt er in La Paz ein Kennedy-Denkmal und verübt ein Attentat gegen eine Kaserne der Marines, bei dem ein Soldat getötet wird. Als Kommandant einer militanten Einheit entführt er in einer selbstmörderischen Aktion den Coca Cola-Chef Boliviens. Wenige Wochen später stirbt Michael N. – durchsiebt von den Kugeln der Polizei – und mit ihm der Entführte und fast das ganze Kommando. „Il Cammino del Guerriero“ folgt den Spuren Michaels, der als revolutionärer Märtyrer in der Gefolgschaft des Gekreuzigten starb, und fragt nach den Beweggründen junger Männer, die für eine politische oder religiöse Ideologie in den Tod gehen.