Unter allen Beiträgen in der Hauptauswahl ist das deutsch-französische Beziehungsdrama „Die schönen Tage von Aranjuez“ das einzige Werk eines deutschen Regisseurs. Wim Wenders erzählt darin von den Unterschieden zwischen Frau und Mann.Zahlreiche prominente SchauspielerZur Eröffnung wird am Mittwochabend allerdings erst einmal ein romantisches Musical gezeigt: In „La La Land“ verliebt sich ein Jazzpianist in eine junge Schauspielerin – in den Hauptrollen sind Ryan Gosling und Emma Stone zu sehen, die gleich zum Auftakt Hollywoodglanz in die Lagunenstadt bringen sollen.Überhaupt finden sich im diesjährigen Programm des ältesten Filmfestivals der Welt zahlreiche prominente Namen wieder. So haben sich im Wettbewerb etwa Keanu Reeves und Jim Carrey für die Kannibalen-Romanze „The Bad Batch“ angekündigt. Der Deutsch-Ire Michael Fassbender und die schwedische Oscarpreisträgerin Alicia Vikander („The Danish Girl“) stellen das Familiendrama „The Light Between Oceans“ vor. Und Modedesigner und Regisseur Tom Ford zeigt den Thriller „Nocturnal Animals“ mit Amy Adams und Jake Gyllenhaal.Der Franzose Francois Ozon geht mit der deutsch-französischen Produktion „Frantz“ ins Löwen-Rennen, während der US-Amerikaner Terrence Malick mit „Voyage of Time: Life's Journey“ eine Dokumentation mit Brad Pitt und Cate Blanchett als Erzählern an den Lido bringt. Der Serbe Emir Kusturica hingegen stellt nach langjähriger Spielfilmpause „Na mlijecnom putu (On the Milky Road“) mit Monica Bellucci vor.Mit Spannung wird außerdem „Jackie“ des Chilenen Pablo Larraín erwartet. Natalie Portman, die für ihre intensive Darstellung in „Black Swan“ 2011 den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewann, verkörpert nun Jacqueline Kennedy. „Jackie“ erzählt aus der Sicht der einstigen First Lady der USA vom Attentat auf deren Ehemann John F. Kennedy im Jahr 1963.Ob das preiswürdig ist, darüber entscheidet zum Festivalende am 10. September eine internationale Jury, die heuer vom britischen Oscarpreisträger Sam Mendes („American Beauty“, „Skyfall“) geleitet wird.Filme außerhalb des WettbewerbsAußer Konkurrenz hat Festivalchef Alberto Barbera den Südtiroler Regisseur Ronny Trocker mit dem Film „Die Einsiedler“ eingeladen. Dabei spielen die Wiener Schauspieler Andreas Lust und Ingrid Burkhard.Der Oscarpreisträger Mel Gibson ist mit seinem Zweiter-Weltkriegs-Film „Hacksaw Ridge“ und Hauptdarsteller Andrew Garfield dabei, ebenso wie Naomi Watts und Liev Schreiber für das Boxerdrama „The Bleeder“. Denzel Washington und Ethan Hawke werden für den Abschlussfilm erwartet, die Neuauflage des Kinoklassikers „Die glorreichen Sieben“.Deutlich unbequemer dürfte „Safari“ des österreichischen Regisseurs Ulrich Seidl werden: Der Dokumentarfilm beobachtet Menschen, die zum Jagen nach Afrika reisen – „ein Urlaubsfilm über das Töten“, wie Seidl erklärt. Der Film, der am 16. September regulär in den österreichischen Kinos startet, wird in der „Non Fiction“-Schiene gezeigt.Das österreichische Filmschaffen ist in Venedig weiters durch den österreichisch-deutschen Kurzfilm „Srecno, Orlo!“ von Sara Kern vertreten. Die Produktion läuft in der Orizzonti-Reihe; in der Sektion „Venezia Classici“ wird Michael Palms Dokumentarfilm „Cinema Futures“ über die Gegenwart und Zukunft von Film und Kino vorgestellt.Die Filme im Überblick„Piuma” von Roan Johnson (Italien)„Questi Giorni” von Giuseppe Piccioni (Italien)„Spira Mirabilis” von Massimo D’Anolfi (Italien, Schweiz)„The Bad Batch” von Ana Lily (USA)„La La Land” von Damien Chazelle (USA)„The Light Between Oceans” von Derek Cianfrance (USA)„Nocturnal Animals” von Tom Ford (USA)„Jackie” von Pablo Larraín (USA)„Voyage of Time” von Terrence Malick (USA)„Arrival” von Denis Villeneuve (USA)„Une vie” von Stephane Brize (Frankreich)„Les beaux jours d'Aranjuez“ von Wim Wenders (Frankreich)„Frantz” von Francois Ozon (Frankreich)„El Ciudada Ilustre” von Mariano Cohn (Argentienien)„Ang Babaeng Humayo” von Lav Diaz (Philippinen)„La Región Salvaje” von Amat Escalante (Mexiko)„Rai” von Andrei Konchalovsky (Russland)„Brimstone” von Martin Koolhoven (Niederlande)„Na mlijecnom Putu” von Emir Kusturica (Serbien)„El Cristo Ciego” von Christopher Murray (Chile)apa/dpa