„Wir sind hier, um Filmen zu dienen, nicht um sie zu bewerten“, sagte der chinesische Regisseur („In the Mood for Love“) vor der Eröffnung der 63. Internationalen Festspiele am Abend in Berlin. „Wir wollen Filme schätzen und anerkennen, die wir inspirierend und berührend finden.“ Die Berlinale sei ein „sehr intimer Ort“ für Filmschaffende und er komme gerne her – trotz des Wetters.Die dänische Regisseurin Susanne Bier (52) verriet noch etwas mehr über die Arbeit der Jury: Wong Kar Wai habe ihr und den anderen fünf Mitgliedern vorgeschlagen, nur positive Dinge aus den Werken zu besprechen, „um für die Filme zu werben, die uns gefallen“. Das habe ihr zugesagt. Immerhin gehe es bei einem Festival darum „Filme zu loben und zu feiern“.Eröffnungsfilm außer Konkurrenz: „The Grandmaster“Wong Kar Wai hat beim Festival eine weitere besondere Aufgabe: Sein Werk „The Grandmaster“ sollte am Abend der Eröffnungsfilm sein. Das Kampfkunstdrama mit Tony Leung wird allerdings außer Konkurrenz gezeigt.Auch der deutsche Regisseur Andreas Dresen ist Mitglied der internationalen Jury. „Es gibt nichts Schöneres für mich als Filmemacher, als zehn Tage nur Filme zu gucken“, sagte der 49-Jährige („Halt auf freier Treppe“). Hollywoodstar Tim Robbins sah das ähnlich. Auch er freue sich aufs Filmegucken, sagte der 54-Jährige. Der Berlinale fühle er sich zudem besonders verbunden, seitdem seine Regiearbeit „Dead Man Walking“ dort vor knapp 20 Jahren vier Preise gewann. „Das hat uns enorm geholfen, den Film weltweit zu verkaufen.“Bei der Berlinale konkurrieren bis zum 17. Februar 19 Filme aus verschiedenen Ländern um den Hauptpreis, den Goldenen Bären. Darunter sind auch die deutschsprachigen Beiträge „Gold“ des Regisseurs Thomas Arslan und „Paradies: Hoffnung“ von dem Österreicher Ulrich Seidl. Mit Spannung erwartet wird auch das Werk „Geschlossener Vorhang“ der Iraner Jafar Panahi und Kambozia Partovi.