Montag, 20. Februar 2017

Berlinale: Südtiroler Koproduktion „Amelie rennt“ erfolgreich

Die 67. Berlinale ist seit Sonntag Geschichte. Reaktionen und Nachklang auf die gezeigten Filme werden das Festivalende aber überdauern - auch in Südtirol.

"Amelie läuft" bei der Premiere in Berlin. - Foto: Günther Innerebner
"Amelie läuft" bei der Premiere in Berlin. - Foto: Günther Innerebner

Das liegt vor allem am Abenteuerfilm „Amelie rennt“, der von Südtiroler Filmproduktion und Kommunikationsagentur „helios“ koproduziert und zum größten Teil in Südtirol in Südtirol gedreht wurde.

Ein Film, den das Kinderpublikum bei seiner Premiere am 14. Februar begeistert aufnahm. Und nicht nur das.

"Scharfsinnig und schnelle Dialoge"

Der Familienfilm erhielt die „Special Mention“ - eine lobende Erwähnung - in der Kategorie „Generation kplus“, die Kategorie für Kinder- und Jugendfilme. Die Jury-Begründung für die Auszeichnung: „Scharfsinnig und mit schnellen Dialogen beschreibt dieser Film die Entwicklung einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei fesselnden Charakteren.

Hier geht's zum Trailer.

Junger Rittner in zweiter Hauptrolle

Der Film handelt von der störrischen Amelie (Mia Kasalo, 14), die ihre starke Asthmaerkrankung ignoriert und keinerlei Schwäche zugeben will. Dadurch gerät sie mehrfach in lebensbedrohliche Situationen. Amelie wird von ihren Eltern in eine Reha-Klinik nach Südtirol gebracht, wo sie den Bauernjungen Bart kennenlernt. Nachdem sie aus der Klinik abhaut, wagt sie mit Barts Hilfe eine abenteuerliche Bergbesteigung.

Der 16-jährige Samuel vom Ritten (zweiter von Links) spielte die zweite Hauptrolle. Foto: Günther Innerebner

Bart wurde vom 16-jährigen Rittner Samuel Girardi gespielt, den die Caster bei einer südtirolweiten Suche nach einem authentischen Naturburschen „entdeckt“ hatten.

Mit 480.000 Euro gefördert

Foto: Martin Rattini  

Das Drehbuch stammt von Natja Brunckhorst, Regie führte Tobias Wiemann. Der Film ist eine Produktion der Lieblingsfilm GmbH aus München, zusammen mit der helios sustainable films GmbH aus Bozen. Ein Großteil der Filmaufnahmen wurden in Südtirol gedreht. Südtirol-Drehtage gehören zu den Kriterien der Südtiroler Filmförderung, die das Projekt mit 480.000 Euro bezuschusste.

„Amelie rennt“ ist eine der ersten Filmproduktionen in Südtirol, welche nach „Grüner Dreh“- Kriterien produziert wurde. Dabei wurden vor allem bei Mobilität, Energie und Abfallmanagement neue Wege beschritten.

stol/aw

stol