Montag, 22. Juni 2015

BLS wehrt sich gegen „Melkkuh“-Image

Ein Film besteht nicht nur aus Regisseuren und Schauspielern allein. „Daneben gibt es noch gut 50 andere Berufsbilder, die involviert sind“, sagt Christiana Wertz. Die Leiterin der Abteilung Film Fund & Commission des BLS ist deshalb unbesorgt: Die Kritik einiger Südtiroler Schauspieler, dass das Land eine „Melkkuh“ für ausländische Produktionen sei, werde von diesen Berufsbildern nicht mitgetragen, meint sie.

Foto: © shutterstock

Wie berichtet, hatten sich Südtiroler Regisseure und Schauspieler in Offenen Briefen kritisch über die Südtiroler Filmförderung geäußert: Kunst und Kultur werden hinten angestellt, sagten die Regisseure. Die Wiederbelebung der Südtiroler Filmwelt geht an uns fast zur Gänze vorbei, sagten die Schauspieler.

„Neben den Regisseuren und den Schauspielern gibt es rund 50 weitere Berufsgruppen, die in einer Filmproduktion mitwirken. Viele arbeiten am Set, vorwiegend im Hintergrund. Ich glaube, dass diese die Kritik nicht teilen“, sagt Christiana Wertz, die Leiterin der Abteilung Film Fund & Commission des BLS.

Gute Nutzung „ist in unserem Sinne“

Südtirols Übername „Cashcow“ („Melkkuh“) sei ihr nicht geläufig, meinte Wertz im Gespräch mit STOL. „Mir ist ausschließlich bekannt, dass die sich die Südtiroler Filmförderung, neben den Filmförderungen anderer Länder, etabliert hat und in Anspruch genommen wird. Und dies ist durchaus in unserem Sinne.“

Das Angebot zum Runden Tisch, wie ihn die Schauspieler vorschlagen, um gemeinsam über mögliche Änderungen an der Südtiroler Filmförderung zu diskutieren, stehe sie „grundsätzlich ausgesprochen positiv“ gegenüber, bekräftigt Wertz. Gibt dann allerdings zu bedenken, dass es einen regelmäßigen Austausch zu diesem Thema bereits gebe: „Seit einiger Zeit sind wir mit der FAS, der Film Association of South Tyrol, im Austausch, um mögliche Reformen der Richtlinien der Südtiroler Filmförderung anzugehen. In der FAS sind alle betroffenen Berufsgruppen vertreten.“

stol

stol