Sonntag, 30. Juni 2019

Deutsche Schauspielerin Lisa Martinek (47) unerwartet gestorben

Die Schauspielerin Lisa Martinek ist tot. Martinek starb am Freitag völlig unerwartet während eines Aufenthalts in Italien, wie ein Anwalt der Familie der dpa am Sonntag in Berlin mitteilte. Weitere Angaben wollte der Anwalt mit Hinweis auf entsprechende Bitten der Familie nicht machen. Die dreifache Mutter wurde 47 Jahre alt. Sie lebte mit ihrem Mann Giulio Ricciarelli und den Kindern in Berlin und München.

Die Schauspielerin Lisa Martinek wurde nur 47 Jahre alt. - Foto: Screenshot
Die Schauspielerin Lisa Martinek wurde nur 47 Jahre alt. - Foto: Screenshot

Zuletzt wirkte Martinek neben zahlreichen anderen TV-Produktionen auch in der „Tatort“-Folge „Künstliche Intelligenz“ aus München mit. In der Anfang September 2018 gestarteten ARD-Anwaltsserie „Die Heiland“ spielte Lisa Martinek die Hauptrolle der blinden Strafverteidigerin Romy Heiland. Für die Serie sollten von Juli an sechs weitere Folgen gedreht werden. Die Geschichte basiert auf der Idee von Pamela Pabst, der ersten blinden Strafverteidigerin Deutschlands.

In der ZDF-Samstagskrimireihe „Schwartz & Schwartz“, die erst im vergangenen Oktober Premiere hatte, war sie als Mitarbeiterin der Mordkommission an der Seite von Devid Striesow und Golo Euler zu sehen. Schon zuvor wirkte sie beim ZDF als Ermittlerin: Von 2006 an verkörperte sie in der Reihe „Das Duo“ die Kommissarin Clara Hertz an der Seite ihrer Serienpartnerin Charlotte Schwab.

Nach der Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg konnte Martinek bereits 1997 in einem Kinofilm einen Erfolg verbuchen. Sie wurde für die Rolle der Fahrradkurierin Lena in „Härtetest“ als beste weibliche Hauptrolle für den Deutschen Filmpreis nominiert. Dies gelang ihr auch beim Deutschen Fernsehpreis 2003 für ihre Rolle in der Sat.1-Produktion „Jagd auf den Flammenmann“.

Privat engagierte sich Martinek als Botschafterin für „Mother Hood“. Der Verein setzt sich für die sichere Geburt ein und hat sich zum Ziel gesetzt, dass Schwangere aufgeklärt werden und so selber bestimmen können, wo und wie sie ihr Kind zur Welt bringen möchten. 

dpa

stol