Burkhard erhält dabei ein von Toni Schmale gestaltetes Kunstwerk und ist auch bei der heurigen Festivalausgabe auf der Leinwand zu sehen, ist sie doch im Special „Kein schöner Land“ vertreten. Im dort gezeigten Film „Jugendliebe – Wem Gott schenkt ein Häschen“ von Lukas Stepanik brilliert die Schauspielerin als konservative Mutter.„Was uns berührt, ist die Authentizität ihres Spieles“, begründete die aus Branchenexperten zusammengesetzte Jury ihre Wahl der Trägerin des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik (seit 2011): „Nie sucht sie die Pose oder Koketterie, nie die Denunziation, nie die Verstellung. Und auch wenn Schauspiel Verstellung bedeuten kann, so verstellt Ingrid Burkhard niemals den Weg zwischen ihren Rollen und ihrem Publikum.“ Ingrid Burkhard erhält den Großen Diagonale-Schauspielpreis'18 für Verdienste um die österreichische Filmkultur. Wir gratulieren herzlichst! ??https://t.co/7vCnjqi18f© Privat pic.twitter.com/ygl84CILaW&mdash Diagonale (@Diagonale_at) 7. Februar 2018Dabei war die Auszeichnung auf einem Filmfestival zu Burkhards Karrierebeginn noch nicht absehbar, begann die gebürtige Wienerin, die am 7. Juni 1931 das Licht der Welt erblickte und am Reinhardt-Seminar ihre Ausbildung absolvierte, ihren Berufsweg doch am Theater, wo sie zunächst in Vorarlberg und dann lange Jahre am Landestheater Linz engagiert war. Nach Ausflügen in den deutschsprachigen Raum, war Burkhard dann vor allem im Theater in der Josefstadt und der Burg zu sehen.Der wirkliche Durchbruch gelang der markanten Mimin dann aber im Fernsehen als Toni Sackbauer in der Kultserie „Ein echter Wiener geht nicht unter“. Neben der Rolle der Mundl-Gattin war Burkhard dann auch wiederholt im Kino zu sehen, so etwa in Wolfgang Glücks „38 – Auch das war Wien“ oder in der Wolf-Haas-Adaption „Komm, süßer Tod“. Und auch mit ihrer Lebensrolle der Toni Sackbauer brachte es Burkhard zu Leinwandehren, als sie 2008 und 2010 für das „Echte Wiener“-Doppel verpflichtet wurde. Zuletzt war die Unermüdliche für Maren Ades Welterfolg „Toni Erdmann“ engagiert. Und aktuell ist Ingrid Burkhard in Ronny Trockers „Die Einsiedler“ im Kino als knorrige Bergbäuerin Marianne zu bewundern.apa