Freitag, 26. Juni 2015

Die Film-Doku "Amy" über das Leben der verstorbenen Sängerin

Amy Winehouse: Wer der Mensch hinter Fassade war, wissen die wenigsten. Die Doku "Amy" von Regisseur Asif Kapadia, versucht sich jetzt der Person zu nähern. Im Juli wird der Film in die deutschen Kinos kommen.

Bis zu ihrem Tod begleitete sie die Camera.
Bis zu ihrem Tod begleitete sie die Camera. - Foto: © APA/EPA

Amy Winehouse legte eine Traumkarriere hin, für ihre Musik wurde sie mit Preisen überhäuft, sechsmal gewann sie den Grammy. Doch sie erlebt auch die Schattenseiten des Ruhms: die Presse jagte die Grammy-Gewinnerin, Drogen- und Alkoholexzesse, die ganze Welt sah den Absturz der britischen Sängerin, am Ende starb Amy Winehouse alleine in ihrer Wohnung in London.

Any und 300 Bekannte interviewt

Der Film folgt Amy Winehouse mit Home-Videos, Nachrichtenbeiträge, Auftritten und Interviews. Nicht nur Amys Stimme führt durch den Film. Auch Freunde, Familie und Kollegen sind immer wieder zu hören. Dafür interviewte Kapadia rund 300 Menschen, die Amy kannten.

"Ziemlich schnell habe ich gemerkt, dass es besser ist anstatt zu warten, den Film schnell zu machen, weil es allen noch sehr nahe geht. Die Leute haben noch nicht darüber gesprochen, und viele konnten sich daran erinnern, was los war, weil es ja gerade erst passiert war, und vielleicht ist es richtig, den Film früher zu machen, weil alle noch ehrlich sind. Die Zeit hat die Wunden noch nicht geheilt, oder die Wahrnehmung der Dinge geändert."

Bei den Kritikern kam der Film überwiegend gut an, doch nicht alle sind dem Film gegenüber so aufgeschlossen. Allen voran Mitch Winehouse, der Vater der Sängerin.

"Ich kämpfe nicht nur für mich, ich kämpfe für Amy, weil das nicht der Film ist, den sie gewollt hätte.  Sie hätte gewollt, dass ihre wahren Freunde gewürdigt worden wären, dass der Mann, den sie heiraten wollte in dem Film erwähnt wird, sie hätte gewollt, nicht in diesem Licht porträtiert zu werden, weil sie weiß, was wir alles durchgemacht haben."

Die Macher scheint die Kritik nicht unbedingt zu stören, man könne eben nicht jeden glücklich machen, sagte der Produzent des Film James Gay-Rees.

dpa

stol