Zum besten Spielfilm im Wettbewerb wurde "l’intervallo" von Leonardo di Costanzo gekürt. An ihn geht der Preis des Landes SüdtirolDie internationale Jury, bestehend aus Gerti Drassl, Carolina Mancini und Luca Verhoeven, begründete die Entscheidung folgendermaßen: „In einer Zeit in der Brutalität auf verschiedensten Ebenen immer mehr zunimmt, schafft es Leonardo di Costanzo auf einfache und dennoch einnehmende Art, Halt zu machen. Veronika und Salvatore, zwei Geschöpfe, sind gefangenen an einem Ort des Verfalls, der Sehnsüchte, des Traumes und Alptraumes. Sie schaffen es, durch ihre unbedingte Glaubwürdigkeit ihre Geschichte zu unserer zu machen und damit diesen Film zu einem kleinen Meisterwerk, authentisch, wahr, beängstigend.“Eine lobende Erwähnung sprach die Jury für den Film „Aquadro“ von Stefano Lodovichi aus:Ein junger, frischer Film, der eine durch Internet und social-network beeinflusste Liebesgeschichte zwischen Jugendlichen ohne Banalitäten erzählt.Wir wünschen dem Film und seiner hinreißenden Hauptdarstellerin, Anerkennung auch über das Internet hinaus.Bester Dokumentarfilm: "Oma & Bella"Der Preis der Stiftung Südtiroler Sparkasse ging an den Film "Oma & Bella". Unter den acht zur Auswahl stehenden Dokumentarfilmen fiel die Entscheidung auf den Film von Alexa Karolinski.Die Jurymitglieder Kathrin Bessert, Gustav Hofer und Giacomo Durzi begründeten ihre Entscheidung folgendermaßen:„Mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm möchten wir einen Film auszeichnen, der uns in besonderem Maße berührt hat.Die Filmemacherin nimmt uns mit auf eine emotionale Reise ins bewegende Leben ihrer beiden Protagonistinnen. Wir stehen mit ihnen mitten in der Küche und erleben, wie sie gemeinsam die kulinarischen Genüsse ihrer Heimat zu bereiten.Wie nebenbei erfahren wir die unermessliche Härte ihres Lebens. Die junge Filmemacherin schafft es, uns dieses Leben in allen Schattierungen mit Humor erlebbar zumachen, ohne dass ihr die persönliche Nähe zu den beiden Damen im Wege steht.Mit großer Sensibilität stellt sie behutsam ihre Fragen, lässt Raum und macht für uns das Unvorstellbare greifbar, und wir dürfen dabei auch herzlich lachen.Die Jury möchte mit dieser Auszeichnung die Filmemacherin ermutigen und unterstützen, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.“Eine lobende Erwähnung sprach die Jury für „Hiver nomade (Winternomaden)“ von Manuel von Stürler aus: „Mit großer Ästhetik und einem besonderen Gespür für Sounddesign und Kamera bringt uns der Film über zwei außergewöhnliche Protagonisten eine entfernte, bäuerliche Welt nahe, lässt uns unmittelbar an der Beziehung zwischen Mensch, Tier und Natur teilhaben und über den Wert der Zeit reflektieren.“Winternomaden erhielt schließlich auch den Publikumspreis der Stadt Bozen.stol