Dienstag, 27. Juni 2017

Diese Kunst mag Papst Franziskus: Doku geht ins Rennen um den Oscar

Ein Dokumentarfilm über Papst Franziskus geht ins Rennen um den Oscar. Der Vatikan hat Grünes Licht gegeben, dass der Kurzfilm „La mia idea di arte“ (Meine Idee von Kunst) des italienischen Regisseurs Claudio Rossi Massimi im kommenden Jahr um den Filmpreis konkurriert.

Papst Franziskus und die Skulptur "Obdachloser Jesus" des kanadischen Künstlers Timothy P. Schmalz - RV
Papst Franziskus und die Skulptur "Obdachloser Jesus" des kanadischen Künstlers Timothy P. Schmalz - RV

Der Dokumentarfilm, der am Dienstag im Vatikan vorgestellt wurde, ergründet den Kunstbegriff von Papst Franziskus. Der argentinische Papst liebt nicht nur Michelangelo, Raffael und Bernini. Er schätzt auch modernere Künstler, die in ihren Werken soziale und religiöse Themen zum Ausdruck bringen wie Marc Chagall. Zu den Lieblingswerken des Papstes zählt Chagalls „Weiße Kreuzigung“.

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 Marc Chagall, Die Weiße Kreuzigung, Öl auf Leinwand, 155 x 139,5 cm, The Art Institute of Chicago, 1938

Der Papst mag besonders die Werke des kanadischen Bildhauers Timothy P. Schmalz, geht aus dem Dokumentarfilm hervor. Dieser schuf die Bronzeskulptur mit dem Namen „Obdachloser Jesus“, die vor dem Eingang der päpstlichen Almosenverwaltung im Vatikan steht. Die von einem kanadischen Spender gestiftete Skulptur zeigt einen Mann, der unter einer Decke auf einer Bank liegt. Von seinem Körper sind nur die Füße mit den Kreuzigungsmalen sichtbar.

Der Papst schätzt auch den argentinischen Künstler Alejandro Marmo. Seine Skulptur „Arbeitender Christus“ wurde in den Vatikanischen Gärten aufgestellt. Sie wurde mit Resten alter Gitter, verrosteter Eisenketten und anderen Eisenteilen zusammengestellt. Zusammen bilden diese Eisenstücke die Form eines am Kreuz hängenden Jesus.

Papst begeistert von Renault 4

Zu den elf Kunstwerken, die laut dem Dokumentarfilm Franziskus in seine Liste beachtenswerter Objekte aufgenommen hat, zählt überraschend auch ein weißer Renault 4 aus dem Jahr 1984.

Der gebrauchte Renault R4, Baujahr 1984

Der in den Vatikanischen Museen ausgestellte Wagen gehörte Roberto Zocca, der als Pfarrer in schwierigen Vierteln der Peripherie von Verona engagiert war. Der Gründer der Genossenschaft „L ´Ancora“ (Der Anker), die vielen Menschen Arbeit und Hilfe sichert, ist mit seinem Auto 300.000 Kilometer gefahren.

stol/apa

stol