„Michael Kofler ist ein 'Heimatfilm' gelungen, der in jeder Szene den Wert dieser Heimat und der dazugehörigen Identität hinterfragt. Dabei verzichtet er auf Südtiroler Postkartenmotive, sondern zeigt eine Landschaft, rau, abgründig, faszinierend, so wie seine Figuren... Der Film erzählt vom Strudel aus Gewalt und Willkür, der sich in die Familien hineinfrisst, aber auch von der Hoffnung, dass ein friedliches Zusammenleben – trotz aller Gegensätze – möglich ist. Für ein Regiedebüt eine große, reife Leistung“, schreibt die Jury des Bayerischen Filmpreises. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1267443_image" /></div> <BR /><BR /><b>Was bedeutet der Newcomer-Regiepreis für Sie?</b><BR />Michael Kofler: Der Bayerische Filmpreis gilt als einer der renommiertesten Filmpreise in Deutschland und es ist eine riesengroße Ehre für mich, mit dem Newcomer-Regiepreis für unseren Film „Zweitland“ ausgezeichnet worden zu sein. Von der hochkarätigen Jury ausgewählt zu werden, stellt nicht nur eine äußerst belohnende Anerkennung für meine Arbeit, aber vor allem auch für die Leistung des gesamten Teams und des fantastischen Schauspielensembles des Films dar. Darüber freue ich mich sehr und besonders auch darüber, dass ein Film über ein Stück Südtiroler Geschichte dadurch vielleicht mehr Aufmerksamkeit bekommt. Dann auch noch mit einer Laudatio von Reinhold Messner überrascht zu werden, macht den Preis noch relevanter. Sein Leben und seine Errungenschaften stehen für Mut und das Überschreiten von Grenzen, was irgendwo den Geist widerspiegelt, mit dem wir diesen Film gemacht haben. <BR /><BR /><b>Wie überraschend kam diese Auszeichnung?</b><BR />Kofler: Ich wurde im Voraus über die Juryentscheidung informiert, und die Freude und Überraschung waren riesig. Im letzten Jahr kamen viele starke Debütfilme ins Kino – dann den Preis zu erhalten, ehrt einen schon sehr. Die Verleihung war ein sehr bewegender Moment. Diesen Preis vor so bedeutenden Filmemachern wie Caroline Link, oder Fatih Akin, einer meiner großen Vorbilder, entgegennehmen zu dürfen, bleibt unvergessliches.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1267446_image" /></div> <BR /><b>Wie wird sich nun dieser Preis auf Ihre filmische Zukunft auswirken?</b><BR />Kofler: Ich hoffe, dass unser Film durch diesen Preis mehr Sichtbarkeit bekommt. „Zweitland“ läuft noch in einigen Kinos und Sondervorstellungen in Südtirol sowie auch in Deutschland. Wir würden uns freuen, wenn diese Aufmerksamkeit bei den Menschen weiteres Interesse weckt, sich den Film anzuschauen. Für mich persönlich ist diese Auszeichnung unheimlich ermutigend und eine Bestätigung, meine Stimme als Filmemacher weiterzuentwickeln. Es ist ein schönes Signal, dass meine Arbeit beim Publikum und bei Fachleuten der Branche gleichermaßen Anklang findet. Ich hoffe, dass sich dadurch im Idealfall auch Möglichkeiten auftun, um neue Projekte auf die Beine zu stellen und weiterhin relevante Geschichten zu erzählen.<BR /><BR /><b>Und was sind jetzt Ihre nächsten Pläne?</b><BR />Kofler: Ich arbeite an der Entwicklung einiger neuer Ideen, darunter wieder Stoffe fürs Kino und auch eine Serie. So eine Auszeichnung beflügelt mich natürlich, meine neuen Projekte mit großer Energie voranzutreiben und ich hoffe, dass ich schon bald mehr dazu verraten kann.<h3> Zur Person Michael Kofler</h3>Der Regisseur ist in Südtirol geboren und aufgewachsen. Er begann seine Karriere im Produktionsbereich bei einer deutschen Produktions- und Visual-Effects-Firma. Danach war er in der Promotion und später in der Produktion und Regie von Videoinhalten und Musikvideos für ein deutsches Musiklabel tätig. Er absolvierte ein Masterstudium in Regie für Film und Fernsehen an der Westminster Film School. Seine Werbefilme wurden auf dem Mobile World Congress in Barcelona und auf der Weltausstellung EXPO in Shanghai gezeigt. Sein Debütfilm wurde beim RACCONTI #1-Programm ausgezeichnet. Michael Kofler lebt in München, London und Südtirol und entwickelt verschiedene internationale Spielfilmprojekte sowie eine Dramaserie.<BR /><BR /><b>Zusätzliche Termine:</b><BR /><BR />29.1., 19.30 Uhr, Mediathek OTTO Terlan <BR />30.1., 16 Uhr, Kulturhaus Prettau <BR />2.2., 20 Uhr, Filmclub Bozen <BR />3.1., 19.30 Uhr, Schloss Goldrain Latsch <BR />4.2., 19.30 Uhr, Kulturhaus Deutschnofen <BR />5.2., 19.30 Uhr, Jugendtreff Naturns <BR />5.2., 19.30 Uhr, JUX Jugendzentrum Lana <BR />6.2., 19.30 Uhr, Bibliothek St. Martin in Passeier <BR />13.2., 19.30 Uhr, Pfarrsaal Weitental <BR />17.2., 18 und 19.30 Uhr, Odeon Bruneck <BR />18.2., 18 und 19.30 Uhr, Stella Kino Brixen <BR />7.8. 21 Uhr, Ruine Salern Vahrn.