Donnerstag, 15. August 2019

„Endzeit“: Zombie-Film mit Feminismus und Öko-Botschaft

Nicht New York, nicht London, sondern ausgerechnet im thüringischen Nirgendwo zwischen Weimar und Jena spielt der Zombie-Film „Endzeit“. Dieser hat schon aufhorchen lassen, denn die Comic-Verfilmung greift auch aktuelle Gesellschaftsthemen auf. Seine Premiere feierte „Endzeit“ beim Filmfestival in Toronto.

Seine Premiere feierte „Endzeit“ beim Filmfestival in Toronto. - Foto: Facebook/@endzeit.derfilm
Seine Premiere feierte „Endzeit“ beim Filmfestival in Toronto. - Foto: Facebook/@endzeit.derfilm

Die Geschichte ist schnell erzählt. Mitten in der überraschend grün und hübsch, aber blutig anzusehenden Zombie-Apokalypse finden sich zwei unterschiedliche junge Frauen in der Wildnis wieder. Sie eint zunächst nur ein gemeinsames Ziel: lebend von Weimar nach Jena zu kommen – den zwei letzten sicheren Städten. Doch die nach Menschenfleisch gierenden und mit Moos bewachsenen Zombies erschweren das Vorhaben.

Film hauptsächlich von Frauen besetzt und produziert

„Endzeit“ gibt dem vielfach und inzwischen auch als Komödie und sogar Romanze durchgespieltem Genre des Zombiefilms einen neuen Dreh. Dabei lässt sich der Film als Öko-Märchen mit Botschaft lesen: Vielleicht wären die Welt und vor allem die Umwelt besser dran, wenn sich die Menschheit einfach selbst auffrisst?

Ein weiteres gesellschaftliches Statement findet sich auch in seiner Besetzung und Produktion, die in erster Linie von Frauen getragen wird. Nicht nur steht mit Gro Swantje Kohlhof („Wir sind jung. Wir sind stark“) und Maja Lehrer ein starkes Frauen-Duo vor der Kamera. Regie führte die Schwedin Carolina Hellsgård und nicht zuletzt stammt das Drehbuch von der Weimarerin Olivia Vieweg, deren gleichnamiger Comic die Vorlage bildet.

Der Film ist ab dem 22. August in den deutschen Kinos zu sehen. 

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dpa

stol